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Verdächtiger nach Messerattacke in Psychiatrie

Artikel vom 26.08.2010 - 00.13 Uhr

Verdächtiger nach Messerattacke in Psychiatrie

Wettenberg (kan/dpa). Der 39-jährige Tatverdächtige ist nach der tödlichen Messerattacke auf einen 62-Jährigen aus Wißmar am mittwoch in die Psychiatrie eingewiesen worden. Der Mann soll den Wißmarer Handwerker am Dienstag in der Mittagszeit vor dessen Haus in der Pestalozzistraße mit mehr als 20 Stichen getötet haben.
Auf dem Hof wurde der Mann gefunden, der nach mehreren Messerstichen starb
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Auf dem Hof wurde der Mann gefunden, der nach mehreren Messerstichen starb
Das teilte am Mittwoch die Gießener Staatsanwaltschaft, die die Ermittlungen übernommen hat, als Ergebnis der Obduktion des 62-Jährigen mit. Das Motiv für die Tat ist noch unklar. Die beiden Männer kannten sich wohl nicht.

Alle Hiebe wurden mit großer Kraft ausgeführt und trafen den Kopf und den Oberkörper des Mannes, berichtete Oberstaatsanwältin Ute Sehlbach-Schellenberg. Zwei der Stiche seien so heftig gewesen, dass sie alleine zum Tod geführt hätten. Als die Polizei am Tatort eintraf, lebte der 62-Jährige noch, erlag dann aber wenige Minuten später noch auf dem Hof seinen schweren Verletzungen.

Nur wenige Minuten nach der Tat am Dienstagmittag konnte die Polizei den Tatverdächtigen ganz in der Nähe der Pestalozzistraße festnehmen, kaum dass die Fahndung angelaufen war. Das Messer hatte er noch bei sich. Papiere, die er ebenfalls bei sich trug, weisen ihn als einen 39-jährigen in Surinam (Südamerika) geborenen Niederländer aus. Diese Angaben werden derzeit überprüft.

Am Mittwochmittag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Ein Geständnis gibt es aber bisher noch nicht. Auch das Motiv für die Tat ist noch völlig unklar. Eine Beziehungstat schließt die Kriminalpolizei allerdings aus. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand kannten sich der 39-Jährige und das Opfer nicht. Noch nicht gesichert ist die Vermutung, dass der 39-Jährige schon zuvor versucht haben soll, sich Zutritt zu dem Haus zu verschaffen. Das Gebäude steht seit einigen Wochen leer, nachdem frühere Mieter ausgezogen waren. Der Wißmarer war in den vergangenen Tagen dort mit Renovierungarbeiten beschäftigt. Noch ist nicht genau geklärt, was sich binnen weniger Minuten zutrug, nachdem der Hauseigentümer in der Pestalozzistraße eingetroffen war. Womöglich kam es zu einem Streit, als der 39-Jährige aufgefordert wurde, das Anwesen zu verlassen.

Ob der 39-Jährige zum Tatzeitpunkt unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand, konnte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch ebenfalls noch nicht sagen. Ein Gutachter hat laut Angaben eine chronische Psychose diagnostiziert. Der Haftrichter ordnete deshalb keine Unterschungshaft, sondern die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik an.

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Artikel vom 26.08.2010 - 00.13 Uhr
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