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»Überzeugt, dass der aktuelle Standort ein guter Standort ist«

Artikel vom 24.01.2012 - 13.27 Uhr

»Überzeugt, dass der aktuelle Standort ein guter Standort ist«

Wettenberg (so). Was sie eint, ist der Wunsch, den Bolz- und Bouleplatz samt Grünanlage zwischen Burgstraße und Finkenweg zu bewahren. Dieses Areal, in Teilen bis ins frühe 20. Jahrhundert kommunaler Friedhof, soll, so machen sie klar, in seiner jetzigen Form für eine familienfreundliche Entwicklung der Gemeinde erhalten bleiben.

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Der Bolz- und Bouleplatz Krofdorf-Gleiberg mitsamt angrenzender Grünanlage soll nach dem Wunsch kritischer Bürger nicht bebaut werden. (Fotos: Geck)
Etwa ein Dutzend Kritiker einer möglichen Bebauung der Fläche mit einer neuen Schule – darunter Manfred Schmidt, Helmut Leib, Günter Feußner, Prof. Jörg Bottler – haben sich zu Monatsbeginn öffentlich zu Wort gemeldet (die »Gießener Allgemeine« berichtete). Sie verweisen auf den dortigen früheren Friedhof, die Bedeutung als innerörtliche Grünfläche, die vielfältigen Sozialfunktionen der Fläche für spielende Kinder, für Boulisten, für den nahen Kindergarten.

Die Kritiker haben dem Rathaus, dem Kreis als Schulträger sowie den politischen Kräften in Wettenberg Bedenken skizziert und Fragen gestellt. Einige Antworten bekamen sie bislang von Bürgermeister Thomas Brunner, von der Kreis-Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl und von einer Fraktion – darüber hinaus nicht, legten sie gestern in einem Pressegespräch dar. Sie wissen um die Vielschichtigkeit der Frage einer Fortentwicklung der Schule – Standort und Kosten seien da nicht alles, sagte Prof. Bottler. Vor diesem Hintergrund, und um Entscheidungen besser überschauen zu können, fragen die Bürger nun nochmals nach. Wunsch ist, dass als Grundlage eines guten Dialogs weitere Unterlagen zugänglich gemacht werden: Beispielsweise eine Kostenschätzung zur Sanierung des seitherigen Schulstandorts und eine Gegenüberstellung dieser Zahlen und der angenommenen Zahlen für einen Neubau. – »Eine offene Entscheidung, die bestehende Grundschule zu renovieren beziehungsweise an deren Stelle einen bedarfsgerechten Neubau und ein integriertes Familienzentrum zu errichten oder in der Georg-Kerschensteiner-Schule ein integriertes Familienzentrum oder diese als Grundschule einzurichten – das ist nach unseren Informationen nie von den Entscheidungsträgern ernsthaft geprüft worden«, formuliert Helmut Leib seine Kritik.

Weitere Frage, die die Gemeinde sich zu stellen habe: Was passiert mit den vorhandenen Gebäuden? Diese Frage sei bislang noch gar nicht ausreichend beantwortet.

Wir sind der Überzeugung, dass der jetzige Schul-Standort ein guter Standort ist und allen, auch künftigen Anforderungen gerecht werden kann, fasst Günter Feußner die Position zusammen. Seine Empfehlung: Ein Blick in den Schulentwicklungsplan und dessen Aussagen zu Schulstandorten im Gleiberger Land. Wenn man im Sinne der Schule schnell zu einer Verbesserung kommen wolle, dann gehe dies nur am Standort Burgstraße/Kastanienweg, ist Feußners Auffassung



Bürger nicht mitgenommen



Hinzu kommt die Klage über fehlende Transparenz in den Veröffentlichungen der Gemeinde bei den bisherigen Entwicklungen. »Da ist zu wenig kommuniziert worden, war zu wenig Information in der Bevölkerung«, ist Prof. Bottlers Beobachtung. Und Helmut Leib ergänzt: » Die Bürger sind nicht mitgenommen worden bei den Entscheidungen«. Da hoffen sie - auch auf Grundlage weiterer erbetener Unterlagen - auf einen offenen Diskussionsprozess in den kommenden Wochen.

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Artikel vom 24.01.2012 - 13.27 Uhr
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