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Schule zieht binnen einer Woche um

Artikel vom 10.02.2010 - 04.00 Uhr

Schule zieht binnen einer Woche um

Wettenberg/Lahnau (so/agr). Bereits am Montag nachmittag, wenige Stunden nach der Entscheidung, fuhren die ersten Handwerker in der Krofdorfer Burgstraße vor, um mit ihrer Arbeit im Gebäude der alten Volksschule zu beginnen.
In Krofdorf-Gleiberg wird in der unteren Burgstraße das Gebäude die ehemalige Volksschule reaktiviert.
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In Krofdorf-Gleiberg wird in der unteren Burgstraße das Gebäude die ehemalige Volksschule reaktiviert.
Seit Auszug der Georg-Kerschensteiner-Schule steht das Haus leer, schon in der kommenden Woche wird dort für voraussichtlich sechs Monate die Grundschule Atzbach einziehen. Es war eine spontane Entscheidung am Montagvormittag, dem Lahn-Dill-Kreis das Gebäude zu vermieten, als dieser in der Gießener Kreisverwaltung anfragte und händeringend Schulraum suchte. Denn mit Dach und Speicherdecke der Atzbacher Grundschule im alten Amthof gibt es statische Probleme, die es angeraten sein ließen, die Schule sofort zu schließen. Eine Woche haben die Schüler jetzt frei, dann geht der Unterricht in Wettenberg weiter.

So soll an Fastnachtsdienstag die Atzbacher Grundschule »1:1« nach Krofdorf umgesiedelt sein. Die Kinder werden dann mit dem Bus gebracht und wieder abgeholt - bis die Grundschule in Atzbach wieder hergerichtet ist.

Das jedenfalls ist erklärtes Ziel. Befürchtungen mancher Eltern aus Atzbach, dass »ihre« Schule wegen deren Alters und der nun zu stemmenden Kosten geschlossen würde, trat die kommissarische Leiterin des Bauamtes, Kerstin Weber, bereits am Montag beim Informationsabend entgegen. Da das Gebäude unter Denkmalschutz stehe, sei man auf jeden Fall verpflichtet, ein Sanierungskonzept zu erarbeiten. Für eine Fortführen der Schule im Dorf spreche außerdem, dass sie zur Zeit von 100 Kindern besucht werde und die Schülerzahlen in Atzbach in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen seien. Weber schränkte jedoch ein, dass alles letztlich eine politische Entscheidung sei. Die Zuständigkeit liege beim Kreistag und beim Kreisausschuss. Kreisbeigeordneter Roland Wegricht vernahm dies, kommentierte es aber nicht.

Siegfried Fricke: »Wir helfen gern.«

»Wir helfen gern. Das ist doch selbstverständlich, einem Kollegen den Rücken freizuhalten«, so der Gießener Schuldezernent Siegfried Fricke zu seiner am Montag spontan getroffenen Entscheidung, das Gebäude in Krofdorf für erst einmal sechs Monate zu vermieten. Eine solche vorübergehende Lösung biete sich an: Der Lahn-Dill-Kreis zahle Miete und die Nebenkosten. Und der Landkreis Gießen als Eigentümer haben dann an dem Standort keinen Leerstand.

Vermietung für vorerst sechs Monate

Bis zur kommenden Woche wird an der Krofdorfer Burgstraße geputzt, werden Kleinigkeiten ausgebessert, die Telefonanlage wieder flottgemacht. In Atzbach belädt man derweil Umzugs-Laster. Gestern war auch der Atzbacher Schulleiter Wolfgang Dinter bei seiner Krofdorfer Kollegin Cornelia Anthes zum »Antrittsbesuch«. Schließlich werden beide Grundschulen nun für eine Weile gut nachbarschaftliche Beziehungen pflegen, werden die Kinder einen gemeinsamen Pausenhof nutzen. Darüber hinaus gibt es bestimmt weitere Berührungspunkte.

Zu klären ist aktuell der Schulsport: Der Lahn-Dill-Kreis hat bei der Gemeinde Wettenberg nachgefragt, wie es mit Zeitkontingenten in der Schulturnhalle an der Burgstraße, in der Eduard-David-Halle und in der großen Halle an der Gesamtschule »Gleiberger Land« aussieht, um den Atzbacher Kindern »Leibesübungen« zu ermöglichen. Denn in Atzbach steht derzeit auch keine Schulturnhalle zur Verfügung.



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Artikel vom 10.02.2010 - 04.00 Uhr
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