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Obst- und Gemüseverzehr bei Schülern fördern

Artikel vom 11.02.2010 - 03.00 Uhr

Obst- und Gemüseverzehr bei Schülern fördern

Wettenberg/Lich (gl). »An apple a day keeps the doctor away« heißt es im Volksmund. Und in der Tat kann der ausreichende Verzehr von Obst und Gemüse zahlreiche Krankheiten verhindern. Doch was so einfach klingt, wird in der Praxis oftmals nicht beachtet.
Diese Schüler der Wettenbergschule beteiligen sich an der Studie zur Förderung des Verzehrs von Obst und Gemüse. (Foto: gl)
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Diese Schüler der Wettenbergschule beteiligen sich an der Studie zur Förderung des Verzehrs von Obst und Gemüse. (Foto: gl)
Statt Kartoffeln zum Mittagessen oder einer Banane als Pausensnack gibt es immer öfter fettige Pommes frites oder eine stark gezuckerte Milchschnitte. Diesem Trend Einhalt zu gebieten, hat sich die Europäische Kommission auf ihre Fahnen geschrieben und fördert parallel in zehn Ländern das Projekt »pro green« zur Förderung des Obst- und Gemüseverzehrs von Schulkindern«. Das Institut für Ernährungswissenschaften der Justus-Liebig-Universität in Gießen führt an 14 allgemeinbildenden Schulen im Raum Gießen, Wetzlar und Marburg eine entsprechende Studie durch. In Stadt und Landkreis Gießen sind dies die Dietrich-Bonheoffer Schule in Lich, die Gesamtschule Gleiberger Land in Wettenberg und die Liebigschule in Gießen.

Das Institut für Ernährungswissenschaften erhebt, unter Leitung von Prof. Dr. med Michael Krawinkel, die Daten repräsentativ für Deutschland. An der Hälfte der Schulen laufen seit Mitte 2009 Befragungen und Aktionen, um zehn- bis elfjährige Mädchen und Jungen an eine obst- und gemüsereiche Ernährung heranzuführen. An den anderen sieben Schulen findet dies nicht statt, so dass bei einer abschließenden Befragung aller 816 Schulkinder im Mai dieses Jahres überprüft werden kann, ob sich die durchgeführten Maßnahmen für die Praxis eignen.

Der Obst- und Gemüseverzehr deutscher Kinder liegt unter den nationalen Empfehlungen von 250 Gramm pro Tag. Es besteht also Handlungsbedarf, um die Gesundheit des Einzelnen und der Bevölkerung langfristig zu fördern. Wie Schüler an eine obst- und gemüsereiche Ernährung herangeführt werden können, das erläuterten gestern in der Wettenbergschule Isabel Behrendt vom Institut für Ernährungswissenschaften, und Hannelore Weise, Vorsitzende des Schulelternbeirats, die auch einen Kochkurs für vollwertige Ernährung an der Schule anbietet. Neben Geschmackstests gehören die regelmäßigen Obst- und Gemüsepausen zum festen Bestandteil der »pro greens«-Schulaktionen. Die Kinder bringen - im Gegensatz zur kürzlich im Landkreis diskutierten, dann aber wieder verworfenen Aktion Schulobst - selbst von zu Hause als Pausensnack Obst- und Gemüse mit in die Schule. Dort werden sie zudem über die Grundlagen gesunder Ernährung informiert, lernen die sogenannte Lebensmittelpyramide kennen und es gibt Anregungen, wie der gesunde Snack - etwa in Form von Obstspießen - appetitlich hergerichtet werden kann. »Die Wirkung ist um so nachhaltiger, wenn es von ihnen kommt«, weiß Isabel Behrendt von den Schülern zu berichten. Nicht nur die Einbindung der Eltern ist wichtig, sondern auch der Umstand, dass die Förderung des Obst- und Gemüseverzehrs im Kinder- und Jugendalter eine große Chance für Gesundheit von Erwachsenen jeden Alters bietet. Hinzu kommt, dass in einer Schule Kinder jeder Altersstufe und Herkunft erreicht werden können.

Wie Hannelore Weise betont, ist die Teilnahme an der Studie für die Gesamtschule Gleiberger Land nur ein Baustein des Verpflegungskonzepts Schulernährung. Im Sommer dieses Jahres soll die neue Schulmensa fertig sein und die Möglichkeiten bieten, die Schüler gesund zu ernähren. Und dafür bedürfe es auch der entsprechenden Ausstattung.

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Artikel vom 11.02.2010 - 03.00 Uhr
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