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Gutachten für Bolzplatz am Finkenweg Krofdorf-Gleiberg

Artikel vom 04.02.2012 - 00.05 Uhr

Gutachten für Bolzplatz am Finkenweg Krofdorf-Gleiberg

Wettenberg (so). Seit Donnerstag liegt das Ergebnis der Baugrunduntersuchungen für den Bolz- und Bouleplatz zwischen Finkenweg und Burgstraße vor . Gefunden wurde dort nichts, was auf den ehemaligen Friedhof hindeutet; das Gutachten weist das Areal als geeignet für eine Bebauung aus. Das teilte Bürgermeister Thomas Brunner am Donnerstagabend mit.

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So sieht's an der unteren Burgstraße von Krofdorf-Gleiberg aus der Vogelperspektive aus: Links, nach Westen hin, der derzeitige Grundschulstandort hinter der alten Volksschule (rot markiert), und gleich in der Nachbarschaft die Turnhalle (gelb). Östlich der Burgstraße der Bolz- und Bouleplatz mitsamt Grünanlage (rot markiert, und der Kindergarten Am Finkenweg (gelb). (Foto: Henß/ Bildmontage J. Engel)
Brunner erklärte zugleich, das damit keineswegs eine Standort-Entscheidung getroffen ist. Vor der Entscheidung über den Standort habe das Konzept für die Schule zu stehen mitsamt dem Familienzentrum.

Dieser Diskurs soll bis zum Sommer weitergeführt und mit Beteiligung der Bürger mit Leben gefüllt werden. Dann sei die Standortfrage zu klären. Da stehen derzeit zwei Alternativen im Raum Eben den Neubau eines Schulgebäudes auf dem Bolz- und Bouleplatz oder ein Anbau oder Neubau hinter der alten Volksschule. Auch das lässt der Kreis als Schulträger prüfen, unter anderem unter Berücksichtigung des Raumbedarfs für Schule plus Familienzentrum, den die Schule dem Kreis im Sommer 2011 benannt hat.



Architekten-Wettbewerb?



Die Baugrund-Untersuchungen sind im Januar erfolgt und die Empfehlung des Gutachters lautet in der Zusammenfassung: Bau mit Keller ohne Probleme, da felsige Grundlage. Bau ohne Keller auf den Aufschüttungen mit Bodenverbesserung oder Tiefgründung ebenfalls möglich. Gefunden wurde aktuell nichts, was auf den alten Friedhof von Krofdorf hinweist, der zwischen 1860 und 1911 belegt wurde. Dessen genaue Lage steht noch nicht fest. Im Rathaus werden alte Akten gewälzt, lokalhistorisch bewanderte Bürger engagieren sich in der Frage. Ein abschließender Befund steht noch aus.



Baubeginn vor 2014?



Klar ist, dass in dem Gesamt-Komplex auch die Friedhofs-Frage weiter zu diskutieren ist, auch wenn aktuell keine sterbliche Überreste gefunden wurden. Eine Gruppe engagierter Bürger hat neben anderen Aspekten just den Aspekt der Bestattungen ins Feld geführt bei der Argumentation um eine Standortwahl.

Mit diesen Bürgern steht Bürgermeister Thomas Brunner im Austausch, Zudem hat er ein langes Gespräch mit Pfarrer Christoph Schaaf geführt, in dem es um Fragen der Totenruhe und den angemessenen Umgang damit ging. Dem evangelischen Seelsorger sind solche Fragestellungen vertraut etwa vom Kirchgarten an der Rodheimer Straße her, denn ehedem wurde rund um die Kirche bestattet. Der einstige Status als Friedhof sei demnach »kein K.-o.-Kriterium« hinsichtlich einer Bebauung, so der Bürgermeister.



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Artikel vom 04.02.2012 - 00.05 Uhr
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