»Gleiberg Rocks«: »Bounce« kam an »Bon Jovi« sehr nah ran
Wettenberg (chl). Fast 800 Rockfans strömten am Mittwochabend in den Innenhof der Burg Gleiberg. Bei der dritten Auflage der Open-Air-Konzertveranstaltung »Gleiberg Rocks« stand die Huldigung der Musik solcher Rockhelden wie »Bon Jovi« und »Red Hot Chili Peppers« auf dem Programm. Doch nicht die Originale rockten auf der Bühne, sondern die Coverbands »Bounce«, »Mother's Milk« und Coda«.
»Gleiberg Rocks« ließ die Burg Gleiberg erbeben. Vor der imposanten Kulisse, mit Weitblick ins Tal bis zum Dünsberg und über Gießen, gab es Rockmusik satt.
Dorthin, wo anno dazumal Ritter, Vasallen, Landsknechte und Walküren ihre Helden hätten huldigen können - soweit die Vorstellung - strömten am Mittwochabend fast 800 Rockfans: in den Innenhof der Burg Gleiberg. Bei der dritten Auflage der Open-Air-Konzertveranstaltung »Gleiberg rocks« stand die Huldigung der Musik solcher Rockhelden wie »Bon Jovi« und »Red Hot Chili Peppers« auf dem Programm. Doch nicht die Originale rockten auf der Bühne, sondern die drei Coverbands »Bounce«, »Mother's Milk« und Coda« wandelten in den musikalischen Fußstapfen ihren Vorbilder.
Von Stunde zu Stunde, von Auftritt zu Auftritt rückte das Publikum immer näher heran an die Bühne, denn der herrschaftliche Schein gewann immer mehr an Authentizität. Schließlich war es die »Bon Jovi«-Coverband »Bounce« aus Wülfrath (bei Wuppertal), die bis kurz nach Mitternacht als Hauptattraktion des Mini-Festivals die Gefolgschaft endgültig in ihren Bann zog.
»Have A Nice Day!« mit »Bounce«-Frontman Oliver Henrich (r.)
Selbst durch den bombastischen Sound des Quintetts wiedererweckte schlafende Krieger hätten wohl blindlings ihre Königstreue erwiesen. Denn bei geschlossenen Augen war fast kein Unterschied zwischen der stimmlichen Präsenz eines Jon Bon Jovi und die des Bounce-Sängers Oliver Henrich auszumachen.
In einem Set, das von Höhepunkt zu Höhepunkt der Heroen aus New Jersey hüpfte, hatte die Tribute-Band ein Leichtes, das Publikum zum Mitfeiern und Mitsingen zu animieren. Was mit »One Wild Night« und »Born To Be My Baby« begann und mit neueren Songs wie »Lost Highway« oder »Have A Nice Day« fortgeführt wurde, mündete aber erst spät in ein Finalset aus den alten »Bon Jovi«-80er-Hits mit »Runaway«, »Wanted Dead Or Alive« oder »Livin' On A Prayer«.
Der eiskalte, die Burg umwehende Wind, zehrte unentwegt am Gemüt der Zuhörer. Doch mit ihrer überzeugenden Show und dem Hit »Keep the Faith« als glorreiches Finale ließ die angeblich meistgebuchte »Bon Jovi«-Tribute-Band der Republik das Publikum bis zuletzt gut gelaunt mitrocken.