Erinnerungen an das Leid, das die Kriegstruppen 1759 brachten
Bei der Sitzung der Krofdorf-Gleiberger Vereinsvertreter wenige Tage zuvor zeigte sich, dass das Aufarbeiten dieses Themas kräftig diskutiert wird: Grundkonsens besteht dahingehend, das das Thema in seiner Vielschichtigkeit dargestellt werden sollte: So gilt es, neben dem militärischen Aspekt eben auch und gerade daran zu erinnern, wie die Bevölkerung ehedem massiv in Mitleidenschaft gezogen wurde durch geforderte Geldleistungen sowie Hand- und Spanndienste: Es gelte zu zeigen, wie die Bevölkerung gelitten hat, so Heinz Dahl als Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins: Er wirbt mit weiteren Krofdorf-Gleibergern darum, sich einzubringen und das Geschehen im Dorf, das dörfliche Leben in dieser Zeit darzustellen. Die Heimatstube Launsbach habe da bereits Engagement signalisiert, ebenso das Amateurtheater Sammelsurium und einige interessierte Bürger. Fast 20 Vereine und 100 Einzelpersonen sind bereits eingebunden. Doch weitere sind da willkommen.
Nicht gerne gesehen würde, wenn mit Exerzieren, Schau-Paradieren oder ähnlichem den Krieg verharmlosende Elemente die Szenerie bestimmten, so Dahl. Dass es sich nicht um eine »Militärveranstaltung« handeln solle, sondern eben beide Aspekte, also auch das Leid der Bevölkerung dargestellt werde, da das eine das andere bedinge, legte auch Ralf Volgmann vor den Vereinsvertretern dar. So werde es keinen Schau-, sondern einen Gedenkgottesdienst geben können.