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CDU-Initiative zum Lebensmittelmarkt in Krofdorf gescheitert

Artikel vom 28.08.2010 - 20.00 Uhr

CDU-Initiative zum Lebensmittelmarkt in Krofdorf gescheitert

Wettenberg (so). »Ja ist denn schon Wahlkampf?« wunderten sich Christdemokraten und der FDP-Vertreter am Donnerstagabend in der Wettenberger Gemeindevertretung. Sie konnten gar nicht nachvollziehen, warum die CDU-Initiative zur langfristigen Sicherung eines Lebensmittelmarktes im Bereich der Krofdorfer Hauptstraße von der SPD rundheraus abgelehnt wurde.
»Wir sehen zur Zeit keinen Handlungsbedarf«, beschied deren Sprecher Hans-Peter Steckbauer in aller Deutlichkeit. Ein Prüfauftrag hatte es werden sollen, doch er schaffte den Weg gar nicht bis in die Ausschüsse nach dem Veto der SPD, mit der im Übrigen auch die Grünen stimmten.

Erhalt, Ausbau oder auch Neubau eines zukunftsfähigen Marktes in der oder nahe der Krofdorfer Hauptstraße ist das Ziel. Dies zu erreichen, schlug CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Gerhard Noeske folgende Instrumente vor: Städtebaulicher Rahmenplan für den Bereich, Festlegung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme sowie das Erweitern des Aufgabenfeldes der Gewerbe- und Umweltpark-GmbH, sodass diese auch als städtebauliche Entwicklungsgesellschaft wirken könnte.

Nach dem einstimmigen Votum der Gemeindevertretung, den Markt zentral im Dorf zu halten und eben nicht vor den Ort auf die »grüne Wiese« zu verlagern, erachtet es die Union für notwendig, dafür aktiv etwas zu tun - etwa sich perspektivisch um Flächen zu bemühen. Agieren könnte da, so die Idee, die Gewerbe- und Umweltpark GmbH als gemeindliche Gesellschaft.

SPD-Baufachmann Hans-Peter Steckbauer mochte dem gar nicht folgen: Viele Fragen seien ungeklärt, widersprach er: etwa die Größe der benötigte Fläche oder die Frage von Parkplätzen. Wurde denn mit dem Marktbetreiber schon gesprochen, fragte er und befand kurz und bündig: »Ich sehe keine Möglichkeit, eine Fläche zu finden« Mit den von der Union vorgeschlagenen »Instrumenten« werde in Krofdorf-Gleiberg völlig über Ziel hinausgeschossen. Und er forderte die CDU auf, konkreter zu werden: »Was wollen Sie? Vielleicht ein modernisiertes Haus im Ortskern abreißen, um Fläche zu schaffen? Gar über Enteignung Fläche schaffen?« mutmaßte er mit Blick auf die CDU-Initiative.

Gegenrede Jörg Guderian von der FDP: »Ich sehe die Gefahr, dass der Markt abwandern wird, wenn wir warten und keinen ›Plan B‹ haben.« Er ermutigte dazu, »gemeinsam zu ringen, um den Markt zu halten«. Dem stimmte Bürgermeister Thomas Brunner in einer persönlichen Stellungnahme vom Grundsatz her zu und erinnerte daran, dass es nie Zweifel gegeben habe an Wert und Qualität des Standorts Hauptstraße. Und er wisse sogar drei Eigentümer von Immobilien »rund um den Markt«, die »gegen eine angemessene Entschädigung« weichen könnten. Da diese selbst Dienstleister seien, müsse ihnen ermöglicht werden, woanders angemessenen Raum zu finden. Ohne sich für oder gegen den CDU-Antrag auszusprechen, bat der Bürgermeister darum, das Thema im Geschäftsgang zu belassen. Den CDU-Wunsch nach Prüfung der von ihnen vorgeschlagenen Instrumentarien auf deren Tauglichkeit hin mochten neben den Antragstellern dann aber nur FDP und Freie Wähler folgen. Ablehnung erfolgte durch die Mehrheit von SPD und Grünen.

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Artikel vom 28.08.2010 - 20.00 Uhr
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