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Alte Linde in Gleiberg gefällt

Artikel vom 03.03.2010 - 03.00 Uhr

Alte Linde in Gleiberg gefällt

Wettenberg (pm). Seit Dienstag ist die Linde am Gleiberger Nordtor nicht mehr. Der imposante, rund 100 Jahre alte Baum musste, weil innen hohl, gefällt werden. Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gewährleistet, es bestand erhöhte Bruchgefahr, sagte der kommunale Umweltberater Michael Krick. »Als der von der Gemeinde beauftragte Baumsachverständige den Bohrer ansetzte, fand er keinen Widerstand mehr. Der Stamm war tief ausgefault.«
So sah sie noch am Montag aus, die alte Linde am Nordtor.
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So sah sie noch am Montag aus, die alte Linde am Nordtor.
© Geck
Wettenberg (pm). Seit Dienstag ist die Linde am Gleiberger Nordtor nicht mehr. Der imposante, rund 100 Jahre alte Baum musste, weil innen hohl, gefällt werden. Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gewährleistet, es bestand erhöhte Bruchgefahr, sagte der kommunale Umweltberater Michael Krick. »Als der von der Gemeinde beauftragte Baumsachverständige den Bohrer ansetzte, fand er keinen Widerstand mehr. Der Stamm war tief ausgefault.« Bei einem Blitzeinschlag 1988 war der tief eingefaulte Holzkörper aufgebrochen. 1993 hatte man eine Kronensicherung angebracht; doch da war der Druck so groß, dass man ein Versagen der Seile befürchtete. »Es bestand dauerhaft die Gefahr des Versagens der Sicherungsseile.«

Krick: »Schuld daran, dass gerade dieses Exemplar schon so morsch ist, sind Schäden in der Vergangenheit und der Standort«. Im Allgemeinen können Linden mehrere hundert Jahre alt werden. Nicht jedoch auf einem Basaltkegel mit teils unzureichender Wasserversorgung. Hinzu kommt, dass Teile der Wurzeln in der Vergangenheit zuasphaltiert wurden. Bereits Anfang der 1970er Jahre war die Linde aufgrund äußerlicher Schadensymptome durch den Kreisbaumwart für den Landkreis Wetzlar untersucht worden. Diagnose: Kernfäule aufgrund natürlicher Alterung.

Dazu kam der besagte Blitzschlag, der einen Ast sowie den Stamm aufriss. Schon zu dieser Zeit wurde über eine Neupflanzung nachgedacht. Eine weitere Untersuchung 1993 bestätigte die Ausweitung der Kernfäule. Zu diesem Zeitpunkt wurde durch die Firma Baumpflege Regensberger eine Kronensicherung eingebaut, um den Druck auf die Stämmlinge abzufangen. Das Problem war damit nicht gelöst, nur verschoben. Zuletzt wurde der Baum nur noch durch die eingebaute Kronensicherung am Auseinanderbrechen gehindert.

Krick: »Der Laie wird jetzt einwenden: Der Baum stand doch im letzten Sommer noch gut im Laub. Aber Vitalität hat mit Standfestigkeit nichts zu tun; denn auch in der Belaubung zeigte die Linde dem Fachmann gerade in der Krone, wo die Blätter immer kleiner und die Triebe immer kürzer werden, den schlechten Allgemeinzustand an.« Wenn diese Linde irgendwo auf freier Flur gestanden hätte, hätte man sie stehen und in einigen Jahren altersbedingt zusammenbrechen lassen können. Mitten im Ort war die Gefahr als zu groß angesehen worden.

Am Dienstag stand nur noch der Stamm; der fällt heute.
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Am Dienstag stand nur noch der Stamm; der fällt heute.
© so
Auf jeden Fall soll ein neuer Baum an dieser Stelle gepflanzt werden: Eine »Sommerlinde«, hat man mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Gießen vereinbart, mit etwa 20 Zentimetern Durchmesser und rund fünf Metern Höhe. Groß soll der neue Baum schon sein, aber nicht zu groß, damit er sich auf dem Standort richtig einwachsen kann. Und neuen, guten Boden ringsum soll er bekommen.

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Artikel vom 03.03.2010 - 03.00 Uhr
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