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»Heute kräht kein Hahn mehr danach, wenn etwas passiert«

Artikel vom 13.02.2008 - 18.18 Uhr

»Heute kräht kein Hahn mehr danach, wenn etwas passiert«

Ulrichstein (au). Schon zur Tradition geworden ist zu Beginn der Fastenzeit die Passionsmusik in der Stadtkirche. Am Sonntagabend eröffnete der Evangelische Posaunenchor unter Leitung von Ullrich Leidner den besinnlichen Gottesdienst mit dem Eingangsstück. Die Chorgemeinschaft Ulrichstein unter Leitung von Werner Betz sang die beiden Chöre »Weiß ich den Weg auch nicht« und »Ave Verum«. Mehrere Lieder wurden von der Gemeinde mit Begleitung des Posaunenchores und der Orgel gesungen. An der Orgel spielte Karl-Friedrich Dörr.
Die Chorgemeinschaft bei ihremLiedbeitrag. 	(Foto: au)
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Die Chorgemeinschaft bei ihremLiedbeitrag. (Foto: au)
Zwischen den Liedbeiträgen machte Pfarrer Manfred Hofmann in einer Meditation den Leidensweg Jesus deutlich. Über die Stationen »Jesus leidet Angst«, »Jesus wird gefesselt« und »Jesus wird verhöhnt« gelangt er zu »Jesus wird verurteilt« und »Jesus nimmt sein Kreuz«. In seiner Ansprache ging er auf die Geschichte der Verleugnung von Petrus ein, die in allen Evangelien niedergeschrieben sei. Wie es Jesus voraus gesagt habe, habe der Hahn dreimal, als Petrus Jesues verleugnet habe. Heute aber krähe »kein Hahn danach, wenn etwas passiert«. Hofmann schilderte die Geschichte eines Informatikers, der früher gut verdient habe, der jetzt arbeitslos sei und eine Menge Schulden habe, Hartz IV bekomme und »kein Hahn kräht danach«. Ein Mensch werde auf offener Straße zusammengeschlagen, Menschen gingen vorbei, reagierten nicht und »kein Hahn kräht danach«.

Das Leid, das Jesus erfahren habe, lasse sich heute hundertfach neu benennen. Und oft krähe kein Hahn danach. Jesus habe dem Leid nicht tatenlos gegenüber gestanden, er habe es selbst durchlitten. Petrus habe sein Handeln bedauert, Gott habe ihm vergeben und eine neue Chance gegeben. Auch wir Menschen dürften auf eine neue Chance hoffen, die Gott uns durch Jesus Christus gegeben habe. »Es wäre schlecht um uns bestellt, wenn wir dem Leid taub gegenüber stehen würden«, so Manfred Hofmann abschließend.

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Artikel vom 13.02.2008 - 18.18 Uhr
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