»Sternstunde« in Treis handelte von »Riesen« und von »Zwergen«
Staufenberg (vh). Riesengroß ist der 375 Jahre alte Kastanienbaum am alten Treiser Forsthaus, sodass sich Menschen, die unter ihm Platz nehmen, wie Zwerge fühlen können.
Ein Riese ragte in der musikalischen Treiser »Sternstunde« vor dem Altar empor. (Foto: vh)
Deshalb wäre genau jener Ort ein ideal passender für das Gottesdienstmotto »Riesen sind nur halb so groß, sind ja lange Zwerge bloß« der »Sternstunde«, des besonderen Gottesdienstes der evangelischen Kirchengemeinde Treis, gewesen. Die symbolisch zu deutende Wirkung von Groß und Klein, damit von den Kleinen niemand mehr Minderwertigkeitskomplexe mit sich tragen müsse und die Großen als Aufschneider entlarft würden, stand bei der »Nacht der offenen Kirchen« im Mittelpunkt der Beiträge von Pfarrer Andreas Lenz und seinem Team.
Wegen ungünstiger Wetterprognose wurde in die evangelische Kirche ausgewichen. Dort stand er nun links vor dem Altar: der Riese aus Draht und Pappmachee. Die alttestamentarische Geschichte um den heldenhaften »Zwerg« David wurde erzählt. Ebenso »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer«.
Musikalisch wirkten der Gospel-Projektchor (Leitung: Daniela Werner) und die Percussionsgruppe um Markus Leukel mit. Gesangsbeiträge lieferten Edeltraud Kraus, Wiebke Lichert und Erwin Heyer. Zum gemütlichen Beisammensein im evangelischen Gemeindehaus spielte die Band »Olinos« Melodien von den Kapverden. »Olinos« ist zurzeit mit Leukel auf Tournee.