Staufenberg (bas). Maxi, der kleine Fuchs, will die Welt erkunden. Die Mahnungen seiner Mutter schlägt er in den Wind. Natürlich erlebt er einige Abenteuer.
Begeistert hört der neunjährige Enkel Elias Alves seiner Großmutter und frisch gebackenen Bilderbuchautorin Christel Bergen zu. Nicht weniger gespannt ist seine fünfjährige Schwester Alica Alves. (Fotos: bas)
Eine Eule rettet Maxi und lässt das Fuchskind auf ihrem Rücken mit durch die Nacht fliegen. Jäger ängstigen den Kleinen während einer Treibjagd und schießen sogar. In einem Zirkus steht der junge Fuchs plötzlich selbst ganz im Mittelpunkt. Am Ende der kurzen Geschichtchen in einem schönen Buch für Kinder erkennt Maxi jeweils, wie schön es doch im sicheren Zuhause bei seiner Mutter ist.
Was den jungen Reinecke so besonders für den Landkreis Gießen macht: er stammt nicht nur aus der Feder von Christel Bergen, einer geborenen Treiserin, sondern hat seine Erlebnisse auch in Treis und um Treis herum.
Da kommt Maxi an der alten Lumdabrücke im Dorfkern vorbei, die vor nicht langer Zeit abgerissen wurde und deren Neubau derzeit verlangt, dass Umwege in Kauf genommen werden müssen. Es gibt wohl kaum einen Kraftfahrer, der durch Treis muss und die Baustelle nicht kennt.
In der Gaststätte »Wilhelmshöhe« zwischen Allendorf/Lumda und Ilschhausen, die Einheimische besser unter dem Namen »Schwarzer Mann« kennen, stärkt sich der kleinen Fuchs und durchstreift außerdem den Steinbruch am Totenberg, wo er sich den Fuß verknackst.
Seine erste Fastnachtsveranstaltung erlebt er in der Treiser Gaststätte »Zum Bahnhof«. Der Nachwuchs bekommt mit der Lektüre auch gleich eine kleine Ortskunde mit auf den Weg.
Dafür, dass das kleine freundliche Bilderbüchlein überhaupt in gedruckter Form vorgelegt wurde, ist nicht zuletzt ebenfalls ein kleiner Mann verantwortlich. Aufgeregt hopst er auf dem Schoß seiner Großmutter und gibt Tipps, wie die Fotografie seiner Oma am besten aussehen soll. Elias Alves ist mindestens ebenso schlau wie der kleine Fuchs. Mit den weiteren Enkelchen Annika Bergen (8), Hendrik Bergen (5), Alicia Alves (5) und Jonas Bergen (3) hörte der Neunjährige die Geschichten vom Fuchs schon, als an eine Veröffentlichung nicht gedacht wurde. Elias machte den Vorschlag, dass alle Geschichten aufgeschrieben werden sollten. Und bei einer der sechs Geschichten lieferte er sogar die Idee: »Ich hab‘ mir die Geschichte mit dem Kuchen ausgedacht.« In diesen Kuchen backte Maxi in kindlicher Unwissenheit wohlwollend Sägemehl und Reißnägel mit ein - sehr zur Qual der späteren Gäste.
Im vorigen Jahr schrieb Christel Bergen die selbst ausgedachten Geschichten auf. Ihr Sohn Eric Bergen unterstützte seine Mutter als Her-ausgeber. Herstellung und Verlag übernahm Books und Demand in Norderstedt. Unter dem Titel »Fuchsgeschichten« wurden nun die ersten 140 Stück gedruckt. Das Büchlein hat 52 Seiten. Liebevoll illustrierte Heidrun Becker aus Treis die Geschichten mit Aquarellbildern. Erworben werden können die Geschichten im Buchhandel unter ISBN 9783839182857 für 8,90 Euro. Wer es selbst abholt, kann sich die »Fuchsgeschichten« telefonisch reservieren lassen. Erreichbar ist Christel Bergen unter der Nummer 06406/3703. Verschicken möchte sie keines der Bücher.
Christel Bergen wurde in Treis geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder und fünf Enkelkinder. In der evangelischen Kirchengemeinde engagiert sie sich seit vielen Jahren. Die befreundete Heidrun Becker ist Freizeitmalerin und ebenfalls gebürtige Treiserin.