Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Kreis » Städte und Gemeinden » Staufenberg »

Staufenberg: Ergebnisse der Feuerwehr-Umfrage stimmen sehr positiv

Artikel vom 13.02.2010 - 13.00 Uhr

Staufenberg: Ergebnisse der Feuerwehr-Umfrage stimmen sehr positiv

Staufenberg (pm). Bürgermeister Horst Münch lud zur Präsentation der Ergebnisse der Umfrage unter den aktiven Freiwilligen der Feuerwehr Staufenberg ein.
Martin Lutz, Geschäftsführer der Gießener Kommunikationsagentur PublicElements, präsentierte die wissenschaftlichen Daten, die im Laufe des Jahres 2009 erhoben wurden. »Diese Studie ist die erste wissenschaftliche Studie überhaupt in Deutschland, die sich mit dem personellen Zustand und der nahen Zukunft einer Feuerwehr beschäftigt. Sie wurde mit hohem Aufwand eigens für die Feuerwehren im Lumdatal entwickelt«, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit den Ergebnissen zeigten sich Bürgermeister und Feuerwehrleitung sehr zufrieden.

Lutz legte die grundlegenden Zusammenhänge dar: »Brandschutz und Allgemeine Hilfe sind Aufgaben der Kommune. Der Gemeindevorstand verantwortet dies und bedient sich hierzu der öffentlichen Feuerwehr. Deren Aktive sind Freiwillige.« so Lutz. Dass die Situation in Staufenberg dabei sehr gut sei, bescheinigen die Umfrageergebnisse. So zeige eine Rücklaufquote von über 78 Prozent, wie ernst es den Mitgliedern mit der Feuerwehr sei. Außerdem sei durch die hohe Quote gewährleistet, dass die Studie eine Aussage über den Ist-Zustand und die Entwicklung in der Zukunft treffen könne.

Fast 80 Prozent der Befragten wollen Feuerwehr auf unbestimmte Zeit Treue halten

Eine der Kernfragen war der Verlauf der Mitgliederentwicklung. Dies ist sowohl hinsichtlich demografischer Fragestellungen relevant, als auch hinsichtlich der Ankündigung einiger Feuerwehrangehöriger, nach der Zusammenlegung der Ortsteilwehren Staufenberg, Daubringen und Mainzlar zur neuen Feuerwehr Staufenberg-Mitte aus Protest darüber die Feuerwehr zu verlassen. »Wie wir jetzt sehen können, sind selbst bei Austritt einiger Feuerwehrangehöriger der Brandschutz und die allgemeine Hilfe in Staufenberg nicht gefährdet«, erkennt der Leiter der Feuerwehr Staufenberg, Stadtbrandinspektor Michael Klier in den Zahlen: Nur drei Feuerwehrangehörige formulieren, innerhalb der nächsten zwölf Monate auszutreten. Einige erwägen den Austritt in den kommenden drei Jahren. Insgesamt 79,31 Prozent planen, der Feuerwehr auf unbestimmt lange Zeit die Treue zu halten. Zudem ist die Zufriedenheit bei den Feuerwehrangehörigen hoch: 88,1 Prozent sind rundherum mit der Feuerwehr zufrieden. Sie geben an, sich weniger als einmal im Monat über etwas in der Feuerwehr zu ärgern. Die zufriedensten Feuerwehrleute gibt es in Daubringen (95 Prozent). »Das sind gute Nachrichten, offensichtlich hat die Mehrheit in der Feuerwehr einen guten Ort für die eigene Freizeit gefunden, da sind wir auf bestem Wege«, freut sich Klier.

Auch bezüglich der Tagesalarmierbarkeit existieren nun belastbare Zahlen. »Erwartungsgemäß verringert sich die Einsatzstärke der Freiwilligen Feuerwehr werktags um mehr als 60 Prozent, trotzdem kann die wirksame Hilfe hinsichtlich Eingreifzeit und Stärke der Funktionen zum Beispiel bei einem kritischen Wohnungsbrand gehalten werden«, erläutert Lutz.

Betreuung der Kinder während Einsatz oder Übung der Elternteile soll geregelt werden

Einen konkreten Ansatzpunkt aus den Umfrageergebnissen gibt es bereits: In 23 Prozent der Staufenberger Feuerwehrhaushalte gibt es Kinder unter zwölf Jahren. Was passiert bei Übung oder gar Einsatz, wenn die Kinder zu beaufsichtigen sind? Bleiben die Kinder im Zweifel alleine zu Hause oder verpasst ein Feuerwehrangehöriger den Einsatz? Hier werden nun Verwaltung und Feuerwehr ein Modell entwickeln, dass während Übungen und bei Einsätzen die Feuerwehrkinder betreut werden, bis Mama oder Papa aus dem Einsatz zurückkehren: »Das schafft ganz kurzfristig Kapazitäten und ist vielleicht auch ein bürgerschaftliches Betätigungsfeld für Menschen, die die Feuerwehr unterstützen wollen, aber für die der Feuerwehrdienst nicht in Frage kommt«, nimmt Klier dieses Thema auf.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 13.02.2010 - 13.00 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang