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02.09.2010 - 17.52 Uhr
Staufenberg: Bald weitere Kandidaten
Staufenberg (js). Die Debatten waren kurz und es gab auch keinen »Aufreger.« Man kann von einer harmonischen Parlamentssitzung sprechen, die unter der Leitung von Stadtverordnetenvorsteher Ernst Hardt am Dienstagabend in der Staufenberger Stadthalle stattfand. Unter anderem ging es um die Umsetzung des Haushaltssicherungskonzepts und Kindergartengebühren (Bericht folgt). Eingangs der Sitzung ging es allerdings um ein Thema, dass in den kommenden Monaten noch für Spannung sorgen wird: die Wahl einer neuen Bürgermeisterin oder eines Bürgermeisters in der rund 8500 Einwohner zählenden Kommune. Wieviele Bewerber wird es geben?
Aufgabe des Stadtparlaments am Dienstag war es natürlich nicht, Kandidaten zu bestimmen. Vielmehr wurde festgelegt, wann die Bürger aus den Stadtteilen Staufenberg, Mainzlar, Daubringen und Treis zu den Wahlurnen strömen werden und die Nachfolgerin oder den Nachfolger von Horst Münch (SPD) bestimmen, dessen Amtszeit am 31. Juli des kommenden Jahres endet. Bürgermeistwahl in Staufenberg wird am 27. März 2011 sein – der Tag, an dem auch die hessischen Kommunalwahlen stattfinden.
Sollte es in Staufenberg zu einer Stichwahl kommen, dürfen die Bürger am 10. April 2011 noch mal einen sonntäglichen Spaziergang zu den Wahllokalen unternehmen. Auf Anfrage der »Allgemeinen« kündigte Peter Berger (Stadtverwaltung Staufenberg) an, wann der letzte Termin für die Einreichung von Wahlvorschlägen ist: der 20. Januar 2011. In Staufenberg stellt man sich in den vergangenen Wochen immer häufiger die Frage: Wann werden weitere Bewerber um das Amt des Rathauschefs vorgestellt? Bisher ist nur bekannt, dass der Erste Stadtrat Peter Gefeller (SPD) Nachfolger Münchs werden will. Der Rechtsanwalt ist früh in den Wahlkampf eingestiegen und lächelte auch schon mal den Autofahrern an der Tankstelle von einem großen Plakat freundlich entgegen oder man sieht ihn sportlich auf dem 16er-Tandem.
Möglicherweise begegnet dem Tandem-Radler schon bald – vielleicht im Wahlmobil – ein Gegenkandidat der Staufenberger Freien Wähler. FWG-Fraktionsvorsitzender Roland Ehmig berichtete, dass sich in diesen Tagen bei den Staufenberger Freien Wähler ein Kandidat vorstellt, der »in der engeren Auswahl bei uns ist.« Eventuell schon innerhalb der nächsten 14 Tagen könnte es sein, dass die FWG ihren »qualifizierten, parteilosen Kandidaten« der Öffentlichkeit vorstellt, der nicht aus der heimischen Region kommt, aber Staufenberg, seine Menschen und seine Landschaft offenbar sympathisch findet. Mit ihm wird es noch Gespräche - auch seitens einer Mitgliederversammlung – geben, so Roland Ehmig. Übrigens waren bei der FWG Staufenberg rund 15 Bewerbungen eingegangen. Schlussfolgerung von Roland Ehmig: »Immer mehr parteilose Menschen möchten politische Verantwortung übernehmen – und immer mehr Wähler begrüßen dies.«
Auch bei der Staufenberger CDU nähert man sich offenbar der Klärung, wenn man ins Rennen schicken möchte. In den nächsten Tagen wird man bei den Christdemokraten Gespräche mit einer Bewerberin führen, die aus der heimischen Region kommt. Auch ein Kandidat, der nicht aus dem Kreis Gießen stammt, ist in die engere Auswahl gekommen, berichtete CDU-Fraktionsvorsitzender Gerhard Will.
Es prickelt also mittlerweile im Direktwalkampf. So kann es also durchaus sein, dass in nicht ferner Zukunft nicht nur Wahlplakate für Peter Gefeller werben, sondern auch für die Bewerber der CDU und der FWG oder anderer Kandidaten. Viele wahlberechtigte Staufenbergerinnen oder Staufenberger würden es im Übrigen begrüßen, wenn es sich bei den Kandidaten nicht nur um eine Männerrunde handeln würde.