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Seit zwei Jahrzehnten an der Spitze der Stadt

Artikel vom 31.03.2008 - 22.00 Uhr

Seit zwei Jahrzehnten an der Spitze der Stadt

Staufenberg (mb). »Horst Münch siegte erst im zweiten Wahlgang«, meldete die »Allgemeine Zeitung« am 16. Dezember 1987 im Bericht über die erste Wahl des damals 41-Jährigen zum Bürgermeister der Stadt Staufenberg durch die Stadtverordnetenversammlung.
Für den Bürgermeister der Stadt Staufenberg, Horst Münch (links), sind die Partnerschaften mit Tarján (Ungarn)– hier: Bürgermeis
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Für den Bürgermeister der Stadt Staufenberg, Horst Münch (links), sind die Partnerschaften mit Tarján (Ungarn)– hier: Bürgermeister Janos Jelli (Mitte) – und Mährisch Trübau (Tschechische Republik) – hier: Bürgermeister Dr. Josef Ostádal (rechts)– eine Herzensangelegenheit. Die Aufnahme entstand bei der Eröffnung des Krämermarktes im Juni 2007. (Foto: mb)
Knapp sechs Jahre später, am 8. November 1993, war zu lesen: »Münch erzielt grandiosen Erfolg.- Für amtierenden Bürgermeister stimmten 74,3 Prozent.- Direktwahl wurde überwältigender Vertrauensbeweis«. Am 15. November 1999 berichtete die »Allgemeine Zeitung«: »Kein Riesenjubel, aber Beifall - Wahlbeteiligung nur knapp über 40 Prozent«. Und schließlich war am 28. November 2005 mitzuteilen: »Horst Münch klar im Amt bestätigt.- Bei Direktwahl 67,55 Prozent für Bürgermeister«. Seine ersten sechs Jahre und die drei weiteren Amtszeiten trat der jetzt 61-jährige Sozialdemokrat jeweils am 1. April an, erstmals am 1. April 1988. Heute blickt Münch auf zwei Jahrzehnte als Bürgermeister zurück.

Der Bürgermeister der Stadt Staufenberg ist seit 2003 auch Vorsitzender der Bürgermeister-Kreisversammlung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes. Deshalb wird er an seinem heutigen Jubiläumstag das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Seine Kollegen aus dem Landkreis sind für den Vormittag zu einer Sitzung in der »Ratsschänke« gleich neben dem Rathaus am Tarján-Platz eingeladen. Der dienstlichen Zusammenkunft soll sich ein Mittagessen anschließen. Zu Beginn wird der Geschäftsführende Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, Karl-Christian Schelzke, erwartet, um Münch die Jubiläumsurkunde des Spitzenverbandes von 401 kreisangehörigen Städten und Gemeinden im Land sowie 114 kommunalen Körperschaften zu überreichen.

Münch gehört unter den 18 Bürgermeistern im Landkreis längst zu den dienstältesten. Mehr Amtsjahre als er haben nur Dr. Ulrich Lenz (Linden) und Gerhard Schmidt (Wettenberg) »auf dem Buckel«. Ob der Staufenberger Bürgermeister, der im Sommer das 62. Lebensjahr vollendet, seine vierte sechsjährige Amtszeit und damit 24 Jahre »voll« macht, ließ er bisher nach außen offen. Gern bekundet er, dass ihm seine Tätigkeit an der Spitze der Stadt Staufenberg nach wie vor Freude und Spaß bereitet.

Münch ist gebürtiger Lollarer, doch als er noch im zarten Säuglingsalter war, zog die Familie nach Staufenberg um. Seiner Volksschulzeit folgten Besuche des Aufbaugymnasiums in Friedberg und der höheren Handelsschule in Gießen, bevor er eine Kaufmannslehre absolvierte und den Gehilfenbrief erwarb. Später bildete er sich zum Organisationsprogrammierer weiter und kam 1973 zum Kommunalen Gebietsrechenzentrum in Gießen. 1972 war er der SPD beigetreten, fünf Jahre später stieg er in die Kommunalpolitik ein. Seit 1972 sind Horst und Uschi Münch verheiratet. Sie haben Sohn Alexander (35) und die Tochter Stefanie (26). Als »Steckenpferde« des Bürgermeisters sind vorrangig der (Alte-Herren-)Fußball und der (Frauen-)Handball (TV Mainzlar), das Ausführen der sechsjährigen Riesenschnauzerdame »Feliz«, Gartenarbeit und Weinbau sowie Urlaube im spanischen Baskenland oder in Österreich aufzulisten.

Die 20 Amtsjahre des Bürgermeisters waren und sind naturgemäß von der Wahrnehmung einer Fülle von Aufgaben geprägt. Obenan stehen für ihn die Pflege der »sanften« Standortfaktoren wie (Reihen- ist keine Rangfolge) die Sicherung der qualitativ hochwertigen Betreuung in vier städtischen Kindergärten, die guten Verbindungen zu den vier Grundschulen und zur weiterführenden Clemens-Brentano-Europaschule, die Unterstützung der Feuerwehren, die Jugendarbeit, die Vereinsförderung, der Ausbau des Wohn- und Gewerbegebietes Staufenberg-Süd, das Pochen auf den Bau der Ortsumfahrung Mainzlar, die freundschaftlichen Kontakte zu den Partnerorten Tarján in Ungarn und Mährisch Trübau in der Tschechischen Republik � Mittlerweile musste Münch in den meisten seiner Amtsjahre einen städtischen Haushaltsplan vorlegen, der nicht ausgeglichen werden konnte.

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Artikel vom 31.03.2008 - 22.00 Uhr
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