»Mainzlarer haben gestalterisches Potenzial verwirklicht«
Staufenberg (vh). Klein aber fein sind die Maßnahmen der Dorferneuerung in Mainzlar ausgefallen.
Der Einweihungsrundgang führte auf die gepflasterte Freifläche vor der alten Schule (rechts) und der Kirche (Hintergrund). (Foto: vh)
Insgesamt wurden für Projekte im öffentlichen Bereich 433 540 Euro investiert. Bei einem Zuschussvolumen von 299 036 Euro ist die Stadtkasse in den vergangenen neun Jahren um 134 504 Euro geschrumpft. Weitere 660 000 Euro investierten 32 Mainzlarer Bürger in Sanierung und Verschönerung ihres Privateigentums, wofür 174 000 Euro an Zuschüssen zurückflossen. Bürgermeister Horst Münch hatte zur offiziellen Einweihung der Abschlussprojekte an Ort und Stelle eingeladen. Wie von der »Allgemeinen Zeitung« berichtet, sind dies die Freiflächen vor der Kirche und der Trauerhalle.
Nahtlos setzt sich das neue Betonpflaster vor der Kirche auf der gesamten Hoffläche an der alten Schule fort. An dieser ersten Station des Besichtigungstermins am Dienstag angekommen, äußerte sich ein Teilnehmer spontan: »Hier darf man nicht mehr mit dreckigen Schuhen drüberlaufen.« In der Tat ist die optische Wirkung der großzügigen Pflasterflächen auf beiden Freiflächen schon jetzt immens. Nächstes Frühjahr und in den Folgejahren entfalten die neu gepflanzten Bäume und Sträucher noch zusätzliche Wirkung.
Über 20 Personen waren mit dabei: Staufenbergs Bauamtsleiter Thomas Kreiling, Pfarrerin Jutta Martini, Diplom-Ingenieurin Elisabeth Schade (Planungsbüro Fischer), Landschaftsarchitektin Sonja Weiß (Planungsbüro Weiß & Becker) und Margot Schäfer (Leiterin des Amtes für ländlichen Raum bei der Kreisverwaltung in Wetzlar) in Vertretung für die zuständige Sachbearbeiterin Ulrike Stiehl, außerdem Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung, des Magistrats, des Ortsbeirats und des Kirchenvorstands.
Münch richtete an alle Verantwortlichen samt Mitarbeiter herzliche Dankesworte, indirekt auch in Richtung Kommunalpolitiker. Schließlich habe das Stadtparlament über alle Einzelprojekte sowie den zuzuordnenden Kostenrahmen einstimmig und wohlwollend beschlossen.
Münch und Schäfer redeten beide vom Aspekt Wirtschaftsförderung in der Region durch Dorferneuerung. Die falle in Mainzlar nicht durch schiere Größe ihrer Einzelmaßnahmen aus der Rolle, so Schäfer, sei aber positiv prägend für das Ortsbild. Besonders der Gesamtbereich um die Trauerhalle erfahre als ein zentraler Platz eine aufgewertete Funktion.