In Staufenberg soll noch mehr Energie gespart werden
Staufenberg (js). Klimaschutz und regionale Archäologie: In der Stadtverordnetensitzung am Dienstagabend im Feuerwehrgerätehaus in der Stadtmitte wurden diese Themen ausführlich erörtert. Entsprechende Beschlussvorlagen wurden au den Weg gebracht.
Bei der Amtseinführung: Bürgermeister Peter Gefeller, Patrick Noll (neuer Wehrführer), Michael Seidler (bisheriger Wehrführer) und der Stellvertretende Stadtbrandinspektor Birger Handloser. (Foto: js)
So wurde in der von dem Stadtverordnetenvorsteher Ernst Hardt geleiteten Sitzung aufgrund eines Antrags von GAL der Magistrat beauftragt, sich um die Förderung eines Klimaschutz-Projektes zu bewerben. Zudem wird die Stadt Staufenberg 2000 Euro für archäologische Untersuchungen auf dem Totenberg bereit bestellten (Antrag von SPD und GAL).
Zu Beginn der Sitzung wurde Patrick Noll als neuer Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Staufenberg Mitte offiziell in sein Amt eingeführt. Bürgermeister Peter Gefeller und Stadtverordnetenvorsteher Ernst Hardt gratulierten ihm und dankten dem Vorgänger Michael Seidler für sein großes Engagement auch bei der Zusammenlegung der Feuerwehren aus Mainzlar, Daubringen und Staufenberg.
Seidler hatte, wie die Gießener Allgemeine berichtet hatte, aus familiären und beruflichen Gründen, sein Amt abgegeben. Bürgermeister Gefeller nahm mit Freude zur Kenntnis, dass Michael Seidler der Feuerwehrarbeit erhalten bleibt. An der Amtseinführung bzw. Verabschiedung nahm auch der Stellvertretende Stadtbrandinspektor Birger Handloser teil, der dem bisherigen Wehrführer dankte und dessen Nachfolger viel Glück für seine neue Aufgabe wünschte.
Zurück zum Thema Klimaschutz. Aufgrund des GAL-Antrags, den Hanspeter Gruber erläuterte, wird der Magistrat beauftragt, sich im Rahmen des Programms Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit um die Förderung eines Klimaschutz- Teilkonzeptes zu bewerben. Hierbei soll insbesondere der Bereich Klimaschutz in eigenen Liegenschaften Beachtung finden. Da eine Antragstellung nur bis spätestens 31. März 2012 möglich ist, wird sich die Stadt umgehend mit dem zuständigen Projektträger Kontaktaufnehmen.
Kosteneinsparung möglich
»Viele Städtische Liegenschaften sind älteren Baujahrs und teilweise stark sanierungsbedürftig. Insbesondere unter energetischen Gesichtspunkten und im Hinblick des CO2 Verbrauchs dieser Liegenschaften entstehen der Stadt jährlich hohe Kosten. Zukünftig wird man stark in diese Gebäude investieren müssen. Mit Hilfe eines Klimasschutz- Teilkonzeptes für Kommunale Liegenschaften kann man diese Ausgaben gezielt sinnvoll steuern und einen Fahrplan erarbeiten, der zukunftswirksam ist«, erläuterte Hanspeter Gruber.
Auf positive Resonanz im Stadtparlament stieß auch der Antrag von SPD und GAL, die in diesem Jahr vorgesehenen archäologischen Untersuchungen auf dem Totenberg zu unterstützen. Der Oberhessische Geschichtsverein Gießen hatte in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Gießen auf dem Totenberg Grabungen am historischen Ringwall vorgenommen. Dabei hatten sich neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Funde ergeben. Dazu gehörte ein vergoldeter Schwertgurtbeschlag. Die Flächengrabung, die weitere wichtige Informationen über die Geschichte des Totenberges bringen sollen, wird trotz großen ehrenamtlichen Engagements der zuständigen Arbeitsgruppe nicht ohne professionelle Hilfe verwirklicht werden können. Die Stadt Staufenberg wird das Projekt mit 2000 Euro unterstützen.