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Der Herr der Ringe zu Gast in Staufenberg

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Artikel vom 18.09.2014 - 13.17 Uhr

Der Herr der Ringe zu Gast in Staufenberg

Staufenberg (vh). Der Herr der Ringe, das war unangefochten ein Roman des Erfolgsautors Tolkien, bis Mathematikprofessor Albrecht Beutelspacher ein Mitmach-Museum aufbaute und zu experimentieren begann. Davon überzeugen konnten sich die Gäste bei der Nacht der offenen Kirche in Daubringen.

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Albrecht Beutelspacher experimentiert mit Papierstreifen.
© Volker Heller
Eingangs bezeichnete Pfarrer Traugott Stein den modernen Kirchenbau am Buchenberg als fast immer geöffnet für jedermann.

Er ging auf die neuerlichen Kirchenaustritte wegen der Erhebung der Kirchensteuer auf Kapitalerträge ein, die er bedauere. Für seine Kirchengemeinde hoffe er diesbezüglich das Beste. Kirche in Bewegung lautete das abendliche Motto. Der Professor, in Großen-Buseck daheim und im Kirchenvorstand tätig, hatte Pappkarton, Schere, Gummiring und Klebestift mitgebracht. Aus dem Eindimensionalen formte er ohne viel Federlesens einen Körper mit zwölf gleich großen Fünfeckflächen, Dodekaeder genannt. Eine Entdeckung des antiken Griechenland. Diese Körperform halte die Natur nicht vor.

Als Herr der Ringe stellte Beutelspacher ein Möbiusband (auch Möbiusschleife) her. Eine zweidimensionale Struktur, die nur eine Kante und eine Fläche hat. »Kein Oben und Unten, kein Innen und Außen«, sagte er hierzu. Entdeckt wurde es vom Leipziger Mathematiker August Ferdinand Möbius im 19. Jahrhundert. Im weiteren Verlauf formt Beutelspacher aus zwei Papierringen schlussendlich ein flaches Quadrat. Die zahlreichen Zuschauer waren begeistert.

Eine parodistisch angehauchte Pantomime auf den ständigen Bewegungsdrang lieferten die neue Prädikantin der Daubringer Kirchengemeinde, Gertrud Streb, und Wolfgang Heger, Pfarrer in Rödgen. Thematisch kreisten beide um eine Bushaltestelle und die Frage, wie man dort die Zeit totschlägt. Außerdem spielte Daniela Werner, seit September Dekanatskantorin, auf der Kirchenorgel brasilianische Rhythmen sowie Tangos mit dem Akkordeon.

Sanfte Klangbewegungen

Musiktherapeutin Barbara Nölle machte in der Sakristei sanfte Klangbewegungen. Heike Töllich und Sabine Vogel sorgten für entspannende Gesichtsmassagen. Auf den Sinnesparcours luden Tanja Dort und Bettina Lechner ein, derweil bot Pfarrvikar Tim Fink sich an für den persönlichen Segenszuspruch. Bewegte und farbige Lichtanimation lieferten André Höhl und Christopher Klis.

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