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Weltgebetstag vermittelt Gefühl vom Leben in Afrika

Artikel vom 08.03.2010 - 09.00 Uhr

Weltgebetstag vermittelt Gefühl vom Leben in Afrika

Rosbach v. d. H. (sky). Der Ruf der afrikanischen Trommel lud am Freitagabend zum Weltgebetstag der Frauen ins katholische Pfarrzentrum St. Michael Rosbach ein. »Alles, was Atem hat, lobe Gott«, lautete das diesjährige Thema. Der Gottesdienstvorschlag stammte aus dem westafrikanischen Land Kamerun.
Zum Familienchor der Gemeinde, begleitet von Lothar und Nicolai Halaczinsky, gesellt sich Djembe-Spielerin Anna-Lena Römer.	(Fot
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Zum Familienchor der Gemeinde, begleitet von Lothar und Nicolai Halaczinsky, gesellt sich Djembe-Spielerin Anna-Lena Römer. (Fotos: sky)
In Rosbach hatte ein zwölfköpfiges Vorbereitungsteam, bestehend aus Frauen von allen fünf örtlichen Kirchengemeinden, sowie der Familienchor von St. Michael den Gottesdienst gestaltet.

Landestypische Kehrverse und natürlich die besonderen Rhythmen Westafrikas bestimmten an diesem Abend in Rosbach die Musik. Unkompliziert und fröhlich, und damit offen für vielseitige, individuelle Variationen ist sie. Der Familienchor von St. Michael stimmte - begleitet von Lothar und Nicolai Halaczinsky (Gitarre und E-Piano) - die ausdrucksstarken Lieder an, und schon bald erhoben sich die rund 100 Gottesdienstbesucher von ihren Stühlen, um den Chor mit singen, klatschen oder tanzen zu unterstützen. Die Marburger Djembe-Spielerin Anna-Lena Römer, die lange Jahre in der Klangwerkstatt von Frank Köstler aus Altenstadt mitgetrommelt hat, ließ ihre afrikanische Trommel erklingen und verbreitete ein Gefühl von »African Life« in Rosbach.

Auf dem Fußboden vor dem afrikanisch geschmückten Altar hatte das Vorbereitungsteam für den Weltgebetstag mit Tüchern den schwarzen Kontinent nachgebildet und zeigte dort Beispiele von kamerunischen Exportgütern wie Ananas, Kaffeebohnen oder Kakao. Mit begleitenden Texten und Lichtbildern lenkten die zwölf Frauen den Blick auf die Frauen in Kamerun und deren Lebensumstände. Dazwischen erklang immer wieder ein fröhliches Gotteslob, das gegen Ende des Gottesdienstes in einen ausgelassenen afrikanischen Rundtanz mündete.

Aus der Küche des Pfarrzentrums duftete es derweil schon verführerisch nach Hühnchen in Erdnusssoße und leckeren Küchlein aus Süßkartoffeln. Peter Field, gebürtig aus Kameruns Nachbarland Ghana, und seine engagierte Rosbacher Ehefrau Helga hatten keine Mühe gescheut, um Spezialitäten aus der westafrikanischen Küche originalgetreu zu präsentieren. »Es wird heute schmecken wie bei Schwiegermama«, versprach Hobby-Köchin Helga.

Schließlich wurde die Rosbacher »Weltgebetstagskerze der Frauen« von Liesel Hülsmann (katholische Gemeinde St. Michael Rosbach) an Karin Unger-Berger (evangelische Kirchengemeinde Rodheim) weitergegeben. Dort wird am ersten Freitag im März 2011 der Weltgebetstag der Frauen für alle fünf Rosbacher Kirchengemeinden stattfinden.

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Artikel vom 08.03.2010 - 09.00 Uhr
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