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Kita-Gebühren: Anstieg zwischen 18,9 und 23,5 Prozent

Artikel vom 28.01.2012 - 15.40 Uhr

Kita-Gebühren: Anstieg zwischen 18,9 und 23,5 Prozent

Rosbach v. d. H. (hed). Nachdem die Stadtverordnetenversammlung ihr Einverständnis gegeben hat, ab Herbst die Kita-Gebühren zu erhöhen, hat Bürgermeister Detlef Brechtel angekündigt, dass die dafür nötige Änderung der Kindertagesstättenordnung voraussichtlich Ende März in den städtischen Gremien beraten werden soll.

Diskutiert würden Erhöhungen zwischen 18,9 und 23,5 Prozent. Die letzte Gebührenerhöhung sei im Jahr 1999 erfolgt, alleine die Personalkosten seien seitdem um mehr als 23 Prozent gestiegen, sagte Brechtel. Zwar sei die Satzung im August 2010 geändert worden, dabei habe man aber lediglich einheitliche Gebührensätze eingeführt, um auf die geänderten Angebotszeiten zu regieren. In einigen Fällen sei es teurer, in anderen billiger geworden. »Erhöht wurden die eigentlichen Grundgebühren damals aber nicht«, betont Brechtel. Richtig sei, dass die Kosten fürs Mittagessen gestiegen sind, da die Versorgung kostendeckend angeboten werden soll. War in der U 3-Gebühr bis 2010 das Essen enthalten, so muss es seitdem zusätzlich bezahlt werden. Brechtel weist darauf hin, dass die Kita-Gebühren auch künftig nach Familieneinkommen gestaffelt werden sollen. Derzeit werden Ermäßigungen von bis zu 35 Prozent gewährt. In wirtschaftlichen Notfällen könne auch eine Übernahme aller Betreuungsgebühren durch die Stadt beantragt werden.

Bei den Eltern regt sich dennoch Widerstand. Bei der WZ meldeten sich mehrere Mütter, die sich über die Behauptung, die Gebühren seien seit 1999 nicht gestiegen, aufregen. So habe es 2010 sehr wohl eine Erhöhung der Regelgebühr für die Betreuung bis 15 Uhr gegeben, und zwar von 115 auf 135 Euro. »Egal, wie die Stadt das nennt, ich empfinde es als Erhöhung der Gebühr – und viele andere Eltern auch«, schreibt eine Mutter. Eine andere berichtet, dass eine neuerliche Anhebung für sie eine Steigerung der Gebühr um fast 50 Prozent innerhalb von zwei Jahren bedeute. »Für einen Gewerbetreibenden wäre dies absolut nicht zumutbar, dieser könnte seinen Betrieb dann verlegen.«

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Artikel vom 28.01.2012 - 15.40 Uhr
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Leserkommentare
(29.01.2012 15:14)
Schorni
KITA Gebührenerhöhung
Unser Rosbacher Bürgermeister Herr Brechtel möchte sich wohl auf ganz besondere Art bei den Eltern zu seinem politischen Abschied bedanken.
Das, was jetzt in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde, ist ein Schlag ins Gesicht der Rosbacher Eltern.
Die Allgemeinheit soll nicht finanziell belastet werden, aber die Eltern der Kinder, die Betreuungseinrichtungen nutzen, sollen plötzlich für die Betreuung der Kinder 23 % mehr an Gebühren zahlen.
Es ist schon eine Zumutung, wie die Sache politisch schöngeredet wird und die Elternbeteiligung erst einmal übergangen wird.-die Rosbacher Eltern erfahren die geplanten Neuerungen ausschließlich aus der Zeitung, auch auf eine Information der entsprechenden Elternvertreter im Vorfeld verzichtet die Stadt Rosbach!

Fakten sind: Ein Großteil der zusätzlichen Betreuungskosten resultiert aus gesetzlichen Vorgaben (die Ausweitung der auch vom Land geförderten Kleinkinderbetreuung - U3) oder lokalen Fehlplanungen (die erst vor 7,5 Jahren fertig gestellte Kapersburgschule ist für eine Nachmittagsbetreuung der Grundschüler überhaupt nicht ausgelegt).
Auch die Ausweisung neuer Baugebiete bedeutet für die Stadt Rosbach erhebliche – aber absehbare - Investitionen in die Infrastruktur, dafür hat die Stadt aber in den letzten Jahren viel Geld durch den Landverkauf eingenommen. Vor allem die Rosbacher Kinderbetreuungssituation hat viele Neubürger angezogen.
Die Ausgaben können nicht einfach stillschweigend an die Rosbacher Eltern.weitergegeben
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