Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Kreis » Städte und Gemeinden » Rockenberg »

Rockenberger Ehrenmal: Abschlagen, sägen, neu bauen?

Artikel vom 21.09.2011 - 19.09 Uhr

Rockenberger Ehrenmal: Abschlagen, sägen, neu bauen?

Rockenberg (en). Überraschung: Als das Ehrenmal für die Opfer der Weltkriege vom Rödenweg auf den umgestalteten Alten Friedhof umgesetzt werden sollte, machten den Planern von heute die Erbauer von einst einen teuren Strich durch die Rechnung.

en_bu_kriegerdenkmal_ro__4c_1
Lupe - Artikelbild vergrössern
Birgt unerwartete Probleme: die Wand mit den Namen der Rockenberger Weltkriegsopfer, die vom Rödenweg auf den Alten Friedhof umgesetzt werden soll. (Foto: Burkard)
Denn die Mauer mit den Namenstafeln bestand nicht komplett aus Bruchsteinen, sondern nur die Schale – während das Innenleben purer Beton ist.

Für 12 000 Euro sollte die Wand eigentlich Stein für Stein abgetragen und auf dem früheren Friedhof wieder aufgemauert werden. Nun stehen vor allem drei Lösungsmöglichkeiten im Raum.

Die eine ist das Abschlagen der Steine vom Beton, was jedoch große Bruchgefahr mit sich bringt und nach den Worten von Bürgermeister Manfred Wetz auch noch die wohl teuerste Idee ist, wenn eine Firma tätig wird. »Nur« rund 8000 Euro zusätzlich würde es kosten, die Wand in transportierfähige Elemente zu zersägen, die dann wieder aneinander geklebt würden. Allerdings könnten sich Ästheten an den kaum zu umgehenden Fugen stören. Bliebe der komplette Neuaufbau, doch auch der würde nicht billig, eine Kostenschätzung hierzu steht laut Wetz noch aus.

Angesichts der offenen Fragen, insbesondere auch zur Finanzierung, bleibt das Ehrenmal zunächst dort stehen, wo es in den 50er Jahren gebaut wurde: am Kindergarten. Allerdings nicht, wie zu lesen war, für immer. An der Umsetzung halte man fest, bestätigte das Gemeindeoberhaupt, im Raum stünden auch Ideen wie ehrenamtliche Hilfe beim Aufbau oder etwa ein Projekt mit jungen Häftlingen der Rockenberger JVA. All dies bedürfe aber noch weiterer Gespräche.

Kein großes Problem ist laut Wetz der Umstand, dass die Umgestaltung des Alten Friedhofs gerade abgeschlossen ist. »Um Gelder aus der Dorferneuerung zu bekommen, müssen Ende des Monats die Rechnungen vorliegen«, begründet Wetz die auf den ersten Blick paradox anmutende Arbeitsweise. Da das Fundament bereits im Boden sitze, müsse der Aufbau die neue Anlage nicht notgedrungen nachhaltig in Mitleidenschaft ziehen.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 21.09.2011 - 19.09 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang