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18.06.2010 - 15.00 Uhr
Gemeinde will Energiekosten sparen
Rockenberg (bd). In der gemeinsamen Ausschusssitzung ausgiebig zur Sprache kam der Energiekostenvergleich zwischen Strom und Gas. Veranlasst hatte das eine Anfrage von CDU und UWG. Auf der Basis des Durchschnittsverbrauchs der letzten drei Jahre hatte das Oppershofener Büro »izh« Angebote bei günstigen Anbietern eingeholt.
Demnach beläuft sich der Jahresstromverbrauch des Kindergartens auf 11 700 Kilowattstunden, im Rathaus sind es 12 300 bei leicht steigender Tendenz, die man mit der Sanierung umzukehren hofft. Die Feuerwehrhäuser in Rockenberg verbrauchen 9500 (Rockenberg) bzw. 3600 kWh (Oppershofen). In der Burg kommt man auf 18 600 kWh, in der Wettertalhalle auf knapp 50 000 Kilowattstunden, zuletzt mit leicht steigender Tendenz. Dagegen geht die Tendenz im Bürgerhaus Oppershofen (16 700 kWh) leicht nach unten. In der Pumpstation Griedeler Straße (2600 kWh) ließen sich deutliche Einsparungen erkennen, der Verbrauch im Schmutzwasserpumpwerk am Gänsberg habe sich bei 18 200 kWh eingependelt, hieß es.
Zu den Stromfressern, wen auch mit fallender Tendenz, zählten die Kläranlagen Rockenberg (112 000) und Oppershofen (127 000 kWh). Die Straßenbeleuchtung liege bei 204 000 kWh, werde aber ausgeklammert, weil die Verträge nicht zeitnah gekündigt werden könnten.
Die Messergebnisse zeigten, dass der Stromverbrauch weitgehend stabil sei, gravierende Veränderungen seien nicht zu erwarten.
Das Büro »izh« empfahl, aufgrund der geringen Preisdifferenzen keinen Wechsel des Anbieters anzustreben. Beide Ausschüsse schlossen sich an, machten aber den Vorschlag, mit den Anbietern weitere Gespräche zu führen.
Anders sah das Bild beim Gasbezug aus. Erdgas beziehen das Rathaus, der Kindergarten, die Wettertalhalle und die Apotheke, alle mit fallender Tendenz. Der Durchschnittsverbrauch der letzten drei Jahre belief sich auf knapp 470 000 kWh. Angebote wurden bei der EVB Butzbach, dem bisherigen Lieferanten, der Goldgas, der Maingau Energie GmbH und den Stadtwerken Gießen eingeholt. Die EVB habe mit ihrem Angebot einen Preisnachlass eingeräumt und darauf hingewiesen, dass man aufgrund der gefallenen Abnahmemenge in der Wettertalhalle bis heute die Grundgebühr und den Arbeitspreis nicht erhöht habe, obwohl man laut Vertrag auch ein höheres Entgelt fordern könne.
Die EVB sei Grundversorger für die Gemarkung, hieß es in der Sitzung und habe das Rockenberger Gasnetz aufgebaut. Auch müsse die EVB beim Ausfall eines anderen Bieters die Verbraucher »unterbrechungslos« mit Gas versorgen. Die Firma Goldgas, die ein um 3650 Euro besseres Angebot abgegeben habe, sei bereit, bei einer Beauftragung bis Ende Juli 2010 den Angebotspreis zu halten.
Beide Ausschüsse waren dafür, abzuwägen, ob der Bezug von der EVB oder der Wechsel zu Goldgas Vorteile bringe. Eine große Mehrheit erhielt der Antrag, noch einmal mit den Lieferanten zu verhandeln und gegebenenfalls einen Wechsel vorzuschlagen.