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15.07.2010 - 21.26 Uhr
Ortsbeirat Ettingshausen für Erhalt des Freibads
Reiskirchen (la). Alle Mitglieder des Ortsbeirats Ettingshausen sind für den Erhalt des örtlichen Freibades, sie betonen aber auch die Verantwortung für eine Konsolidierung der Finanzen der Gemeinde Reiskirchen.
Nun gilt es in den kommenden Monaten, Entscheidungen zu treffen, die dem Anliegen und der Forderung der Finanzaufsicht gerecht werden. So stand auch das Freibad Ettingshausen im Mittelpunkt der Sitzung des Ortsbeirats unter der Leitung von Ortsvorsteherin Petra Süße am Mittwoch in der Sport- und Kulturhalle. Auch ist die Tatsache, dass sich trotz großer Hitze einige Bürger eingefunden hatten, diesem Punkt zuzuschreiben, was auch die Diskussion zeigte.
Nach den Worten Süßes ist das Schwimmbad im Rahmen der Gemeinde auferlegten Sparzwänge Thema einer Liste freiwilliger Leistungen, die auf Einsparungen durchforstet werden. In diesem Haushaltsjahr sei noch keine Entscheidung getroffen worden, wegen der Kürze der Zeit. Für das kommende Jahr müsse man jedoch damit rechnen. Wenn sich Bürger für den Erhalt des Schwimmbades engagierten, sei es erfreulich, es gelte aber auch, Verantwortung mit zu übernehmen. Auch Dr. Heino Steinmetz sah die begonnene Unterschriftenaktion sehr positiv, wünschte aber auch andere Haushaltspositionen, wie etwa den gemeindlichen Bauhof, auf den Prüfstand. Eckhard Wagner bezifferte den Zuschussbedarf für das Freibad gegenwärtig auf etwa 80 000 bis 100 000 Euro, wobei bei einer Schließung des Bades dennoch weiterhin Kosten anfallen würden.
Frank Schomber sprach an, dass sich viele Menschen im eigenen Garten kleinere Einrichtungen geschaffen hätten. Wichtig sei, dass ein Konzept erstellt werde. Günter Ciesla sprach die Hoffnung aus, dass sich Bürger engagierten und eine Alternative entwickelt werde. Harald Nagel prophezeite, dass man sich langfristig von allen freiwilligen Leistungen verabschieden müsse. So sehr eine starke Benutzung des Bades zu begrüßen sei, so wahnwitzig sei es, dass sich dadurch die Kosten erhöhten, hob Heiner Fuhrmann hervor. Für Renz Hornischer sind die Einnahmen an Eintrittsgeldern, trotz des gegenwärtig sehr guten Besuchs, gering. Ab 2011 könne das Bad in der bisherigen Form nicht weitergeführt werden.
Esther Bühn-Becker, die sich als Bürgerin an der Diskussion beteiligte, sprach den hohen sozialen Wert der Einrichtung an. Sie wünschte eine detaillierte Information der Bürger, in der man auch Näheres über andere freiwilligen Leistungen erfahre, die auf den Prüfstand gehörten. Mehr Auskünfte erhoffen sich alle von einem Informationsabend am Dienstag, 24. August.
Noch einmal beschäftigte sich das Gremium mit der Einzäunung des Sportgeländes an der Sport- und Kulturhalle. Süße erläuterte die bisherigen parlamentarischen Entscheidungen. Ciesla, auch Vorsitzender des Sportvereins, sah nach wie vor die Notwendigkeit, einen Zaun anzubringen. Nähere Einzelheiten zur Einzäunung seien bald bei einer Baubegehung festzulegen.
Für Heiner Fuhrmann ist der Hauptgrund für die Forderung nach einem Zaun entfallen. Für ihn geht es weniger um Ordnung und Sicherheit, als eher darum, dass einige Leute spielende Kinder vermeiden wollten. Fuhrmann bezweifelte, dass es bei den vorgesehenen Kosten in Höhe von 10 000 Euro bleiben werde. Die Gemeinde könne kein Geld, das sie nicht habe, für etwas ausgeben, was man nicht brauche. Fuhrmann fragte auch, wie viel Bäume gefällt werden müssten. Ciesla verwies auf die vorgesehene Begehung und Baubesprechung. Allerdings gefährdeten einige Bäume auch den Bürgersteig, sodass sie ohnehin beseitigt werden müssten. Für Schomber besteht Verletzungsgefahr durch herumliegende Glasscherben. Süße machte ihrem Ärger Luft, wonach das Engagement des Sportvereins bei den Arbeiten infrage gestellt werde. Weitere Ortsbeiratsmitglieder votierten dafür, dass die Arbeiten umgehend ausgeführt werden, die von allen parlamentarischen Gremien beschlossen worden seien.