Reiskirchen (la). Verheißungsvoll mit dem Auftritt von Kinderchören begann am Samstagabend im Bürgerhaus der 26. Ortsliedertag der Gemeinde Reiskirchen. Es sei keineswegs beabsichtigt gewesen, wie Chorleiter Axel Pfeiffer betonte, und dennoch passte es hervorragend zu dem Veranstaltungstag, als die »Notenhopser« von der »Moorhexe« und »Wisst ihr, was Gespenster machen?« sangen und dabei passend an »Halloween« erinnerten.
Gastgeber beim Ortsliedertag: der Männerchor »Einigkeit-Harmonie« Reiskirchen. (Foto: la)
Die »Notenhopser«, ein Chor des zweiten bis vierten Schuljahres der Grundschule Ettingshausen und des Gesangvereins »Concordia-Liederkranz« Ettingshausen hatten zwar nur wenig Gelegenheit zum Proben, aber der gezeigten Leistung tat das keinerlei Abbruch.
Auch die »Melody Kids« aus Ettingshausen besangen mit dem Lied »Narrenhände« ein durchaus aktuelles Thema. Unter der Leitung von Silke Pribbernow folgten die »Singenden Wölfe«, die Jüngsten des ausrichtenden Vereins, »Einigkeit-Harmonie« 1898 Reiskirchen mit »Irgendwo braucht jeder ein Zuhause« (Detlef Jöker) und »Nessaja« (Peter Maffey).
Der Männerchor der »Einigkeit-Harmonie« Reiskirchen (Werner Bohm) setzte mit den Chören »Wem Gott will rechte Gunst erweisen« (Schäfer) und »Aufruf zur Jagd« (Orth) das Programm fort. Der Vorsitzende der »Einigkeit-Harmonie«, Manfred Wilhelm, zeigte sich erfreut über den ausgezeichneten Besuch und dankte allen teilnehmenden Vereinen.
Gleich mit drei Chören bereicherte der Gesangverein »Sängerkranz« Bersrod (Rainer Geitl) das Programm. Der Frauenchor brachte die Lieder »Abend wird es wieder« (Erk) und »Kein schöner Land« (Rein) zu Gehör, und der gemischte Chor bot »Die alten Stiefel zwei« (Arr. Blume) und »Du, du liegst mir am Herzen« (Arr: Surges) dar. Der Chor »Belcanto« versetzte mit einem englischen Madrigal aus dem 16. Jahrhundert, »Now ist the month of maying« (Morley), mit seiner heiteren und beschwingten Melodie die Besucher am Herbstanfang noch einmal in den Frühling und sang anschließend »Morgenlicht leuchtet« (Gunsenheimer).
Bürgermeister Holger Sehrt sprach aufgrund der Tatsache, dass in Chören und Musikvereinen über acht Millionen Menschen singen oder musizieren von einer Volksbewegung, bei der noch nicht einmal der Fußball mithalten könne. Die Musik mache Freude, sie spreche den ganzen Menschen an, seine Gefühle und seinen Intellekt und sie bringe alle menschlichen Empfindungen zum Ausdruck: Freude und Stolz, Liebe und Glück, Angst und Schmerz, Trauer und Hoffnung. Musik und Gesang gehörten einfach zu einem positiven Lebensgefühl.