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Lkw rammte DRK-Kleinlaster: Sechs Verletzte auf der A5

Artikel vom 03.11.2009 - 21.30 Uhr

Lkw rammte DRK-Kleinlaster: Sechs Verletzte auf der A5

Reiskirchen (tr). Ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Montagabend gegen 22 Uhr auf der A5 kurz hinter der Abfahrt Reiskirchen in Richtung Süden. Ein Transporter des DRK-Blutspendedienstes aus Frankfurt, der von einem Blutspendetermin in Grünberg kam, befuhr die rechte Fahrspur. Ein lettischer 40-Tonnen-Lkw wechselte auf die linke Spur, um das DRK-Fahrzeug zu überholen. Dabei wurde der Klein-Lkw von dem Sattelzug gerammt und stürzte um.
Im Blutspendefahrzeug des DRK wurden vier Personen verletzt.	(Fotos: tr)
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Im Blutspendefahrzeug des DRK wurden vier Personen verletzt. (Fotos: tr)
Der Lkw geriet ebenfalls ins Schleudern, kippte um und kam quer zur Fahrbahn zum liegen. Die Ladung, die aus Holzbrettern bestand, fiel dabei auch auf die Gegenfahrbahn in Richtung Norden. Dort fuhr ein Pkw in das verstreute Holz. Die beiden Insassen des Lkw, ein 51- und 48-jähriger aus Lettland, die beide alkoholisiert waren, wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Der 51-jährige musste von der Feuerwehr Reiskirchen aus dem Führerhaus befreit werden.

Da zunächst nicht geklärt werden konnte, wer von den beiden Lkw-Insassen am Steuer gesessen hatte, wurde bei beiden eine Blutentnahme angeordnet. Im Klein-Lkw des Blutspendedienstes befanden sich vier Personen. Alle Insassen, ein 20-jähriger und zwei 40-jährige Männer sowie eine 45-jährige Frau, wurden leicht verletzt. Bei dem Unfall auf der Gegenfahrbahn gab es keine Verletzten. Den gesamten Sachschaden bezifferte die Polizei auf rund 250 000 Euro.

Der Unfall löste bei den Rettungskräften einen Großeinsatz aus, denn neben mehreren Rettungswagen waren zwei Notarzteinsatzwagen, ein Organisationsleiter für den Rettungsdienst und ein Leitender Notarzt zur Unfallstelle beordert worden.

Um die Unfallstelle von den Brettern und Holzpaletten zu befreien, war neben der Feuerwehr auch schweres Räumgerät vonnöten. Mit Radladern von der Feuerwehr Lich und dem Technischen Hilfswerks aus Gießen und Wetzlar wurde die Ladung von den Fahrbahnen geräumt. Erst gegen 6 Uhr am Dienstagmorgen war die Autobahn wieder befahrbar. Während die A5 in Richtung Norden nur zeitweise gesperrt war und schon nach kurzer Zeit einspurig wieder freigegeben wurde, war die Fahrbahn in Richtung Süden erst am Morgen wieder befahrbar.

Infolge der Aufräumungsarbeiten kam es zu kilometerlangen Staus, die sich bis Fernwald und Reinhardshain erstreckten. In der Folge ereigneten sich am Ende der Staus noch weitere Unfälle, bei denen mindestens eine Person verletzt wurde. Bis zum Morgen konnte auch geklärt werden, dass der 51-jährige Lette, der von der Feuerwehr mit schwerem Rettungsgerät aus dem Lkw geborgen werden musste, der Fahrer war.

»Das Erschreckende an dem Unfall ist, dass der Beifahrer vor einigen Tagen noch am Steuer dieses Lkw saß und dabei von Beamten der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld kontrolliert wurde. Damals war er alkoholisiert gefahren. Bei ihm wurde eine Blutentnahme durchgeführt, und er musste seinen Führerschein abgeben. Sein Kumpel sollte ihn und den Lkw jetzt eigentlich nur abholen. Dabei verursachte er den folgenschweren Unfall mit etwa 2,8 Promille Alkohol im Blut und darf nun auch keine Fahrzeuge mehr im öffentlichen Straßenverkehr führen. Bleibt nur zu hoffen, dass der nächste ›Abholer‹ nüchtern auf den Straßen unterwegs sein wird«, heißt es im Polizeibericht.

Die beiden Letten hatten in Berfa offensichtlich zunächst einmal ihr Wiedersehen kräftig gefeiert, bevor sie losfuhren. Denn gegen 21.50 Uhr meldeten Verkehrsteilnehmer von der A5 zwischen Alsfeld/West und Homberg/Ohm einen Schlangenlinien fahrenden lettischen Lkw. Noch ehe Streifen der Bad Hersfelder Autobahnpolizei und des Polizeipräsidiums Mittelhessen das Gespann stoppen konnten, kam es dann zu dem folgenschweren Verkehrsunfall.

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Artikel vom 03.11.2009 - 21.30 Uhr
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