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Hohe polnische Auszeichnung für Ettingshäuser Feuerwehrkräfte

Artikel vom 27.07.2010 - 20.00 Uhr

Hohe polnische Auszeichnung für Ettingshäuser Feuerwehrkräfte

Reiskirchen (la). Zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Ettingshausen und der Feuerwehr aus der Reiskirchener Partnergemeinde Goleszow (Polen) bestehen schon seit Jahren enge und freundschaftliche Verbindungen, die dieser Tage erneuert wurden.
Die Feuerwehr Ettingshausen in Goleszow: (von links) Silvana Lukas, Frank Schomber und Thomas Ruhl werden ausgezeichnet.	(Foto:
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Die Feuerwehr Ettingshausen in Goleszow: (von links) Silvana Lukas, Frank Schomber und Thomas Ruhl werden ausgezeichnet. (Foto: la)
Beginn war 1999 die Übergabe des LF8 der Feuerwehr Ettingshausen an die Kameraden in Goleszow. Weitere Unterstützung war eine Spendenaktion, die einem verunglückten Feuerwehrmitglied in Kieselow (Nachbarort von Goleszow) galt und ein Beweis dafür war, dass echte Freundschaft auch in Notfällen funktioniert und sich hier besonders bewährt. Zwischenzeitlich gab es auch mehrere Gegenbesuche der polnischen Gäste in Ettingshausen, die geprägt waren von Erfahrungsaustausch und dem Kennenlernen vieler Sehenswürdigkeiten im Hessenland.

So war es selbstverständlich, dass die Mitglieder der Feuerwehr Ettingshausen zur Feier des 110-jährigen Bestehens der dortigen Wehr nach Goleszow eingeladen waren und zusammen mit einer Abordnung des Partnerschaftsvereins Reiskirchen daran teilnahmen: Heidemarie Hagemann-Haag (Ettingshausen), die erste Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, sowie Frank Schomber (Ettingshausen) und Geli Gössl (Lindenstruth), ihre beiden Stellvertreter, wobei Schomber auch in seiner Funktion als Wehrführer mit zur Delegation gehörte. Herzlich war der Empfang, dem am Abend ein geselliges Beisammensein im Feuerwehrhaus folgte. Nach wochenlangem täglichen Regen waren die Gastgeber davon überzeugt, dass die Gäste aus Hessen auch die Sonne, die bei deren Ankunft vom Himmel strahlte, mitgebracht hätten.

Am nächsten Tag stand zunächst ein Besuch im Rathaus bei Bürgermeister Zbigniew Wazlawik auf dem Programm, bei dem auch Mitarbeiter der Verwaltung zugegen waren. Dabei wurde die weitere Gestaltung der Partnerschaft erörtert, an deren Aufrechterhaltung von polnischer Seite großes Interesse besteht. Heidemarie Hagemann-Haag hat von der für kulturelle Angelegenheiten in Goleszow zuständigen Gesprächspartnerin die Zusage erhalten, dass die dortige Kindertanzgruppe an dem gemeinsamen Teffen mit den weiteren Reiskirchener Partnergemeinden Muttersholz (Elsass/Frankreich) und Wandersleben (Thüringen) Anfang Oktober 2010 in Reiskirchen teilnehmen wird.

Anschließend ging es gemeinsam mit den Gastgebern nach Tarnowskie Góry (Bergen) zur Besichtigung einer Silbermine. Fachkundig von der Reisbegleitung Magda vorbereitet, die seit Juli auf der Gemeindeverwaltung Goleszow unter anderem als Übersetzerin tätig ist, erlebten die deutschen Gäste die Geschichte des polnischen Bergbaus und konnten nach langem Marsch unter Tage bei nur zehn Grad auf Booten durch unterirdische Kanäle schiffen.

Nach der Rückfahrt ging es zusammen mit den Gastgeberfamilien zum »Ton«, einem großen Fischteich, der im Rahmen der Zementherstellung (Goleszow war einst sehr reich durch seine Zementfabriken) entstanden ist und nun den Hobby- und Sportanglern zur Verfügung steht oder als Grillplatz von der ganzen Gemeinde bei feierlichen Anlässen genutzt wird.



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Artikel vom 27.07.2010 - 20.00 Uhr
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