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FW Reiskirchen wollen eigenen Bürgermeister-Kandidaten

Artikel vom 17.01.2012 - 17.57 Uhr

FW Reiskirchen wollen eigenen Bürgermeister-Kandidaten

Reiskirchen (rüg). »Das hat uns überrascht«, war die einhellige Reaktion aus der Reiskirchener Kommunalpolitik (mit Ausnahme der SPD) auf die Ankündigung von Bürgermeister Holger Sehrt, nicht noch einmal für eine Amtsperiode zu kandidieren (die GAZ berichtete in ihrer Samstagausgabe).

Am Wochenende schlugen die Reiskirchener Sozialdemokraten dann vor, einen von allen Parteien getragenen Kandidaten zu küren. Allerdings sind die Freien Wähler in dieser Frage schon tätig geworden. Wie Fraktionsvorsitzender Gerhard Albach auf Nachfrage erklärte, habe Sehrt bei den Gesprächen nach der Kommunalwahl im vergangenen März nichts von seinen Plänen mitgeteilt. Man sei also davon ausgegangen, dass er 2013 ein weiteres Mal antreten werde und habe sich deshalb nach einem eigenen Kandidaten umgesehen.

In der jüngsten Klausurtagung stimmten die FW dann einmütig für den Bewerber, dessen Namen Albach allerdings noch nicht nennen wollte. Zunächst müssten die Mitglieder die Möglichkeit haben, darüber zu entscheiden. Eine Mitgliederversammlung werde wohl im März stattfinden. »Der Vorschlag der SPD ist schön und gut, kommt aber zu spät«, sagte Albach. »Es wäre schofelig, wenn wir erst einen Kandidaten aufbauen und ihn dann wieder fallen lassen.«

Auch der CDU-Vorsitzende Michael Ranft war über Sehrts Ankündigung verwundert. Im Gemeindevorstand habe er einmal geäußert, er wolle wieder antreten. Ranft vermutet hinter dem Rückzug auch »Schwierigkeiten mit der eigenen Fraktion«, die ihn zuletzt in den politischen Gremien scharf angegangen sei. Überraschend sei Sehrts Entschluss auch deshalb, weil er mit dem Amtsbonus gute Chancen auf eine Wiederwahl gehabt hätte, unabhängig davon, wie man seine Arbeit beurteile.

»Gemeinsamer Bewerber zu begrüßen«

Die CDU selbst sei noch in der »Findungsphase«, es sei noch nicht entschieden, ob man einen eigenen Kandidaten präsentiere oder einen gemeinsamen unterstütze. »Theoretisch ist es vorstellbar, dass ein Kandidat von allen Reiskirchener Parteien getragen wird«, so Ranft.

Grünen-Fraktionschef Dr. Rolf Tobisch sagte, er kenne das SPD-Angebot bislang nur aus der Presse. »Ein gemeinsamer Bewerber wäre zu begrüßen, damit es keine Schmutzkampagne gibt«, äußerte sich Tobisch. Ein Grünen-Kandidat würde es sehr schwer haben und wäre nur eine Alternative, wenn die »anderen Angebote« nicht überzeugten.



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Artikel vom 17.01.2012 - 17.57 Uhr
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