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Burschen- und Mädchenschaft Burkhardsfelden feiert 50-Jähriges

Artikel vom 30.07.2010 - 18.01 Uhr

Burschen- und Mädchenschaft Burkhardsfelden feiert 50-Jähriges

Reiskirchen (rbe). 2010 ist für die Mitglieder der Burschen- und Mädchenschaft Burkhardsfelden ein besonderes Jahr, kann man doch auf 50 Jahre Vereinsbestehen zurückblicken.
Der erste Burschen-Ausflug in den Taunus 1963.	(Repro: rbe)
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Der erste Burschen-Ausflug in den Taunus 1963. (Repro: rbe)
Seit der Gründung 1960 entwickelte sich der Verein - zunächst nur für die ortsansässigen »Burschen« - zu einer attraktiven Vereinigung, die zum Beispiel die Kirmes ausrichtete. 2005 erweiterte sich diese Gemeinschaft zur Burschen- und Mädchenschaft. Anlässlich des Jubiläums findet im Rahmen der Kirmes am kommenden Wochenende (6. bis 8. August) am Samstag ein Kommersabend statt.

Im Oktober 1960 lud der heutige Ehrenvorsitzende Herbert Nebeling die jungen Burschen aus dem Dorf zu einer Versammlung ein, um eine Burschenschaft zu gründen, deren Zweck es war, ein kameradschaftliches Zusammengefühl zu erwecken und zu bestimmten Anlässen auch die Geselligkeit zu pflegen.

Schnell war die Versammlung von Nebelings Ideen überzeugt. Der Kreis der Anwesenden stellte eine Satzung auf und wählte den Initiator zum ersten Vorsitzenden. Der weitere Vorstand setzte sich wie folgt zusammen: zweiter Vorsitzender Ernst Hofmann, Beisitzer Helmut Klaus, Rechner Walter Blaschke, Kassierer Ernst Mohr und Schriftführer Erhard Schmitt. Man beschloss weiterhin, dass der neue Verein den Namen Burschenschaft »Einigkeit« erhalten sollte. In der ersten Zeit hatte man seine liebe Not, sich im Gemeinwesen einen guten Ruf zu verschaffen, denn er wurde von manchen als »Saufclub« bezeichnet. Ab 1961 wurde das Vereinsleben aktiver, und man hielt schon einige Veranstaltungen ab. Die Burkhardsfeldener besuchten ein Burschenschaftstreffen in Waldgirmes im heutigen Lahn-Dill-Kreis. Gemeinsam mit den Wirtsleuten Lina und Willi Philipps organisierte die Burschenschaft die Kirmes.

1962 musste der damalige Vorsitzende Nebeling seinen Wehrdienst ableisten. Dadurch bedingt flachte das Vereinsleben erheblich ab. Im selben Jahr wurde eine Vereinsfahne angeschafft. Kurios: Die Fahne war entweder vom Hersteller falsch beschrieben worden oder man hatte einen falschen Vereinsnamen genannt - was heute aber nicht mehr nachvollziehbar ist. Auf der Fahne stand nicht »Einigkeit« sondern »Eintracht«. Da die Umarbeitungskosten hoch waren, beschloss man kurzerhand den Verein in Burschenschaft »Eintracht« umzunennen.

1963 wurde zum ersten Mal ein Ausflug in den Taunus unternommen. Herbert Nebeling führte die Geschicke des Vereins bis zum 31. Dezember 1965. Von der Generalversammlung wurde er für seine vorbildliche Vereinsarbeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Bei der Generalversammlung wurde Wilhelm Blei zum Nachfolger Nebelings gewählt. Die Kirmes wurde in diesem Jahr erstmals in eigener Regie organisiert, was für den Veranstalter mit einem großen Risiko verbunden war. Wäre die Kirmes nicht erfolgreich verlaufen, hätten sich die Burschen ernsthaft Gedanken machen müssen, wer die Kosten trägt. Dies trat jedoch nicht ein, denn die Bevölkerung stand zwischenzeitlich zum Verein und ließ ihn nicht im Stich. Wilhelm Blei führte den Verein mit großer Energie. Allerdings trat Blei nach zwei Jahren zurück. Von dieser Zeit an nahm Ernst Mohr die Geschäfte des Vorstandes wahr, und es wurde zum ersten Mal ein Mehrtagesausflug angeboten. Die Fahrt führte nach Hamburg und Helgoland, und die älteren Mitglieder des Vereins denken heute noch gerne an die drei tollen Tage zurück. Weitere Ausflüge hatten Berchtesgaden, Wien, Hippach im Zillertal und ins Kleine Walsertal.

Seit 1968 stand den Verein eine moderne Sport- und Kulturhalle zur Verfügung, in der zahlreiche Veranstaltungen abgehalten wurden. Vom 8. bis 10. August 1970 feierte der Verein das zehnjährige Bestehen in Verbindung mit der Kirmes.



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Artikel vom 30.07.2010 - 18.01 Uhr
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