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Auf der Suche nach Schmuggelware und Drogen im Kreis

Artikel vom 20.01.2012 - 23.58 Uhr

Auf der Suche nach Schmuggelware und Drogen im Kreis

Reiskirchen (kan). Der Polizist auf der Bundesstraße winkte mit einer Kelle, bedeutete den Autofahrern vorbeizufahren – oder auf den Parkplatz abzubiegen. Dort warteten seine Kollegen schon auf das Fahrzeug.

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Nach der Personenkontrolle mussten die Autofahrer auf der Ganseburg Warndreick und Verbandskasten vorweisen. (Foto: kan)
Sie forderten die Papiere, wollten das Warndreieck und den Verbandskasten sehen. Wer dabei nicht auffiel, durfte weiterfahren. Für die anderen dauerte der unfreiwillige Halt länger.

Die Polizei kontrollierte am Freitag bis in den späten Abend hinein einige hundert Autofahrer auf Bundesstraßen im Kreis, unter anderem im Gebiet Reiskirchen an der Ganseburg. Dabei ging es nicht um die Aufklärung eines bestimmten Verbrechens, wie Polizeisprecher Thorsten Mohr erklärte, sondern um »Prävention und Repression«. Also um Alkohol und Drogen am Steuer, um die Aufklärung möglicher Diebstähle und Einbrüche und um die Suche nach Personen, gegen die ein Haftbefehl vorliegt.

Acht Autos gleichzeitig konnten die Beamten unter die Lupe nehmen. Dabei waren Spezialisten aus allen Bereichen vor Ort: Die Kriminalpolizei überprüfte Dokumente, die Zollfahndung suchte Schmuggelware und der Regionale Verkehrsdienst schritt ein, wenn der Zustand eines Fahrzeugs kritisch oder Ladung nicht richtig gesichert war. Unterstützt wurden sie dabei von ihren Kollegen von der Bereitschaftspolizei.

Ein wenig mulmig werden konnte es den Autofahrern schon, wenn der Beamte mit der Maschinenpistole an ihnen vorbeilief. Das sehe zwar etwas martialisch aus, räumte Mohr ein, diene aber der Sicherheit der Kollegen. Schließlich könne man nie wissen, wer hinter dem Steuer des nächsten Wagens sitzt. Schwerkriminelle kamen gestern an der Ganseburg aber nicht vorbei.

Die Kontrollpunkte waren an der B 49 zwischen Reiskirchen und Gießen an der Tank- und Rastanlage Ganseburg, an der B 49 im Gewerbegebiet Reiskirchen, zwischen Gießen und Fernwald auf der B 457 sowie zwischen Lich und Butzbach am Parkplatz Fasanerie an der B 488. Darüber hinaus waren Teams der Autobahnpolizei Mittelhessen auf den Bundesautobahnen 5, 45 und 480 unterwegs. Es wurden insgesamt 161 Fahrzeuge und 251 Personen überprüft. Ein vermutlich gestohlenes iPhone 3 GS kam während der Kontrolle eines Pkw an der B 457 bei Fernwald zu Tage, die Ermittlungen hierzu dauern an. An der gleichen Kontrollstelle ging den Beamten ein 32-jähriger Pkw-Fahrer aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf mit 1,51 Promille ins Netzkreis Marburg-Biedenkopf mit 1,51 Promille ins Netz,

Alle weiteren Atemalkohol- und Drogenschnellvortests verliefen negativ. Die Ordnungshüter erhoben sechs Barverwarnungen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten und stellten an drei Pkw Fahrzeugmängel (Beleuchtung) fest. Bei einem Sprinter Kleintransporter aus dem Landkreis Gießen war die Ladung (Elektroschrott) nicht richtig gesichert. Drei Personen hatten gegen das Ausländergesetz verstoßen, gegen sie wird ermittelt. Im Industriegebiet Reiskirchen stellten die Beamten bei einem jungen Mann ein »Einhandmesser« im Pkw fest, welches nach dem Waffengesetz verboten ist.

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Artikel vom 20.01.2012 - 23.58 Uhr
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