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Mit 173 Rufen in 60 Minuten den ersten Platz erkräht

Artikel vom 19.08.2010 - 13.00 Uhr

Mit 173 Rufen in 60 Minuten den ersten Platz erkräht

Reichelsheim-Dorn-Assenheim (hh). »Ewald« ist ein prachtvoller New-Hampshire-Gockel. Und vor allem ist er gut bei Stimme. Am Sonntag krähte sich der Hahn mit einem 173-fachen Kikeriki beim Wettkrähen des Kleintierzuchtvereins mühelos auf den ersten Platz.
Kikeriki: New-Hampshire-Hahn »Ewald« bringt es auf 173 Kräher.
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Kikeriki: New-Hampshire-Hahn »Ewald« bringt es auf 173 Kräher.
Grund genug für den zwölfjährigen Nico Kulik, strahlend auf seinen Zweibeiner zu deuten, um damit auch gleich darauf hinzuweisen, dass der züchterische Nachwuchs bei den Dorn-Assenheimern kräftig mitmischt. Mit dem sechsjährigen Timo Kulik blieb auch der zweite Preis in der Familie, die drei jüngsten Aussteller, Jamie, Luca und Jannik Scoggins, zählen zusammen gerade mal elf Jahre. Alle waren munter dabei, flitzten von Käfig zu Käfig, tauschten Zwischenstände aus und heimsten dann die Pokale ein.

Wegweiser vor der Sport- und Festhalle hätte es nicht bedurft, die Besucher mussten nur der Geräuschkulisse folgen, und schon trafen sie auf ein eigenartiges Spektakel. Vor den nummerierten Käfigen saßen konzentrierte Schiedsrichter, die jedes Krähen notierten. Eine Stunde lang wurde jeder gut vernehmbare Laut gezählt, Krähen vom Gackern penibel unterschieden und am Ende die lebhaftesten Tiere ausgezeichnet.

»Kurt« kräht für Seniorenresidenz

Den weitesten Anfahrtsweg hatte Gockel »Kurt«, den die Seniorenresidenz Bisses ins Rennen schickte. Immerhin die Hälfte der Hähne verdiente sich das Prädikat »nachbarfreundlich«. So bequemte sich vor allem das klein gewachsene Federvieh keines Lautes, scharrte etwas herum und döste unbeeindruckt vom Geschehen vor dem gelangweilten Zähler hin. Doch während die einen noch schmunzelnd rätselten, ob wohl ein gutes Glas Hochprozentiges den Hähnen auf die Sprünge geholfen hätte, stießen die anderen schon mit Gleichem auf die Sieger an.

Dafür, dass die gute Stimmung anhielt, sorgte der Vorstand der Kleintierzüchter. Vorsitzender Norbert Jagsch als Chef vom Grill brutzelte leckere Steaks und Würstchen, während sich das Team um Vize Andreas Dönges um die durstigen Kehlen kümmerte. Zwar machte die Witterung der Veranstaltung ein verfrühtes Ende, doch eben deshalb reifte bei Zuchtwart Hans-Walter Gäck prompt eine Idee: »Mir schwebt schon länger ein Carport vor der Käfighalle vor.« Der Verein solle die Möglichkeiten prüfen, damit Speisen und Getränke demnächst von trockenen Helfern serviert werden können. (Fotos: hh)

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Artikel vom 19.08.2010 - 13.00 Uhr
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