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Menschen mit Behinderung stellen ihre Arbeit vor

Artikel vom 15.11.2011 - 13.18 Uhr

Menschen mit Behinderung stellen ihre Arbeit vor

Reichelsheim-Weckesheim (bd). Über viele Besucher freuten sich die Mitarbeiter der Reichelsheimer Werkstätten kürzlich beim Tag der offenen Tür. Werkstattleiter Holger Lehr und Produktionsleiter Alfred Borst begrüßten die Freunde der Einrichtung, in der 119 behinderte Menschen beschäftigt sind.

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In der Besteckverpackung ist an Arbeiten ohne sterile Schutzkleidung nicht zu denken. (Foto: Dörr)
Einen Vormittag konnten deren Eltern, Geschwister, Familienangehörige und Kunden sehen, wie die Arbeit in den Werkstätten – getragen von der Behindertenhilfe des Wetteraukreises – abläuft.

In den Abteilungen gab es viel zu sehen: Da wurden Brot und Besteck verpackt, die Landschaftsgärtner hatten ihren Fahrzeugpark aufgebaut, und in der Aktenvernichtung transportierte ein Förderband ausrangierte Papiere in den Reißwolf. Auch den Metallern konnte über die Schulter geschaut werden, Hausdienste und Konfektionierung, elektronische Datenarchivierung, Montage und der Berufsbildungsbereich wurden vorgestellt. Für Auskünfte standen der Elternbeirat und der Werkstattrat zur Verfügung.

Reinhold Medebach, Geschäftsführer der Behindertenhilfe, konnte Bürgermeister Bertin Bischofsberger, dessen Vorgänger Gerd Wagner und Parlamentsvorsteher Holger Strebert begrüßen. Die erfuhren vom neuen Angebot in den Werkstätten: der Montage von Medizinschränken für die Praxen von Narkoseärzten, Anästhesisten, Krankenhäusern und Zahnärzten.

Werkstattleiter Holger Lehr freute sich gemeinsam mit Karin Schäfer und Anette Thoma vom familienunterstüzenden Dienst über eine finanzielle Zuwendung: Waldemar Tiedemann war mit seiner Familie nach Weckesheim gekommen. Der Chef von Tiedemann-Dienstleistungen, einem Altenstädter Unternehmen, überreichte einen Scheck über 500 Euro. Werkstätten und familienunterstützender Dienst teilen sich das Geld.

Letzteren gibt es noch nicht allzu lange. Auch er stellte sich am Tag der offenen Tür vor: »Wir wollen den behinderten Menschen Teilhabe an der Gesellschaft anbieten, Workshops und Fortbildungen organisieren und vor allem die Familien entlasten, die Angehörige mit Handicap haben«, sagte Karin Schäfer. »Es geht um die Begleitung zu Veranstaltungen, um die Schaffung von Netzwerken, um Inklusion und die Kooperation mit öffentlichen Stellen«, ergänzte Anette Thoma. Der familienunterstützende Dienst ist den Hirzenhainer Werkstätten angegliedert und erreichbar unter Telefon 0 60 45/96 26 41.

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