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Gesangsverein Liederkranz stimmt auf Weihnachten ein

Artikel vom 29.11.2011 - 12.46 Uhr

Gesangsverein Liederkranz stimmt auf Weihnachten ein

Reichelsheim (kai). Der Gesangverein Liederkranz hat während seines Konzerts zum Christkindlmarkt in der Laurentiuskirche unerwartete Töne angestimmt. Ganz klassisch, trugen die Sänger unter Gregori Dörr Kantaten von Dietrich Buxtehude vor.

»Ein wunderschönes Programm erwartet uns«, begrüßte Pfarrerin Amélie Sinapius die Besucher in der Kirche, sie bereicherte das Programm mit einer Lesung und einem Gedicht. »Heute erwartet Sie ein Konzert, das mehr ist als ein Gesangvereinskonzert«, versprach Liederkranz-Vorsitzender Oliver Weisel. Schon das filigran gespielte Orgelstück zur Begrüßung gab den Ton vor, wohin die Konzertreise führte: ins Barock.

Es folgte ein Streichervorspiel, ehe der Liederkranz, unterstützt von Sängerinnen aus Eichen, die Kantate »Kommst du Licht der Heiden« anstimmte. Lieblich, hoffnungsvoll klang der Gesang plus Orgel und Streichermusik. Das Cello spielte Philipp Nadler, die Bratsche Laura Feth und die beiden Geigen Stefan Weber und Olga Tarasova. Nun war’s an der Zeit, dass die Gäste gemeinsam mit dem Liederkranz den Weihnachtsklassiker »Tochter Zion« singen durften.

Nach dem Orgel- und Streicherkonzert Opus 4 Nummer 1 in G-Moll von Georg Friedrich Händel stimmten die Sänger noch das »Agnus Dei« und »In dulci jubilo« an und bewiesen, dass sie gemeinsam mit Organistin Linß und dem Streicherquartett auch im klassischen Repertoire bestehen können.

»Wir wollten andere Erfahrungen sammeln«, sagte Dörr. Das ist seinem Chor und den anderen Beteiligten gelungen, der Applaus der Besucher war der verdiente Lohn.

Eine Überraschung gab’s für Sänger Heiko Steten: Der 36-Jährige wurde für seine 25-jährige Vereinszugehörigkeit von Oliver Weisel geehrt. »Du bist mein bester Freund, wie viel Zeit wir in den Singstunden und danach zusammen verbracht haben, ist unermesslich«, sagte Weisel. »Schon mit elf Jahren hat Heiko seine Gesangskarriere im Liederkranz begonnen, er hat’s bis zum Tenor gebracht. Absolut vorbildlich«, lobte der Vorsitzende schmunzelnd.

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