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»Wetterau trägt ihren Namen zu Recht«

Artikel vom 12.11.2009 - 11.00 Uhr

»Wetterau trägt ihren Namen zu Recht«

Florstadt/Ranstadt (pdw). Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens hat der Naturschutzfonds Wetterau ein Exkursionsprogramm zu sehenswerten und beispielhaften Lebensräumen im Kreisgebiet aufgelegt. Im Sommer standen die Biotoptypen Streuobst, Magerrasen und Salzwiesen auf der Tagesordnung. Nun, zum Abschluss, war zu einer Exkursion in die Niddaaue eingeladen worden.
Ralf Eichelmann erläuterte den Teilnehmern, unter ihnen Landrat Joachim Arnold (mit Hut), die Maßnahmen in der Niddaaue.
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Ralf Eichelmann erläuterte den Teilnehmern, unter ihnen Landrat Joachim Arnold (mit Hut), die Maßnahmen in der Niddaaue.
Landrat Joachim Arnold, Vorsitzender des Naturschutzfonds, wies auf die besondere Bedeutung der Auen für den Biotop- und Artenschutz hin und stellte die Niddaaue zwischen Ranstadt und Florstadt als herausragend vor. Die beachtlichen Erfolge, die beim Schutz von Fließgewässern und Auen erzielt wurden, sind das Ergebnis der guten Zusammenarbeit zwischen Naturschutz, Gemeindeverbänden, Landwirtschaft und Fachbehörden.

Zu der zweieinhalbstündigen Exkursion hatten sich neben Fachleuten auch viele Bürger eingefunden. Nach einleitenden Worten durch den Geschäftsführer des Naturschutzfonds, Dr. Burkhard Olberts, wurde das Gebiet zwischen Nieder- und Ober-Mockstadt abgelaufen. Die Leitung hatten Ralf Eichelmann (Untere Naturschutzbehörde) und der örtliche Gebietsbetreuer Herbert Hanika.

Das rund 350 Hektar große Gebiet zählt zu den größten unzerschnittenen Grünlandauen Hessens. Es stellt ein bedeutendes Rastgebiet für Wasser- und Watvögel dar; regelmäßig lassen sich hier Kraniche nieder, und oft sieht man größere Ansammlungen von Weißstörchen. Eine landesweite Bedeutung kommt dem Gebiet dadurch zu, dass sich hier eins der letzten vier hessischen Brutgebiete für den großen Brachvogel befindet.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen zur Optimierung des ökologischen Zustands durchgeführt. Dazu gehören die Renaturierung der Nidda und die Anlage von über 40 Stillgewässern. Mit Hilfe eines Wehrs lässt sich der Wasserstand in großen Teilen der Mockstädter Wiesen regulieren. Dadurch ist es möglich, die Bodenfeuchtigkeit im Winterhalbjahr anzuheben und im Sommer wieder abzusenken.

Landrat Arnold fasste die Eindrücke vieler Teilnehmer zusammen: »Hier zeigt sich, dass die Wetterau in ihrem Namen zu Recht den Bezug zur Flussaue führt.« (Foto: pdw)

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