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15.01.2008 - 11.41 Uhr
Ranstadt – Historische Gemeinde lädt zum Erholen ein
Dort, wo sich die täglichen Autoströme nach Frankfurt treffen, wo die
ersten sanften, waldreichen Hügel in die Wetterau übergehen, da liegt
die Kerngemeinde Ranstadt mit ihren Ortsteilen. Während Dauernheim,
Ober-Mockstadt und Ranstadt der östlichen Wetterau zugerechnet werden,
gehören Bobenhausen und Bellmuth bereits zum südwestlichen Vogelsberg.
© Gemeinde Ranstadt
Ranstadt ist eine der ältesten Siedlungen des ehemaligen Gaues Wettereiba, einem Teil der früheren Provinz Oberhessen. Das Kleinzentrum zwischen Wetterau und Vogelsberg hat etwa 5000 Einwohner und gute Verkehrsverbindungen zum Rhein-Main-Gebiet. Die Ortsteile sind ruhige, ländlich geprägte Wohngemeinden im Nidda- bzw. Laisbachtal. Die waldreiche, landschaftlich reizvolle Umgebung bietet beste Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten und trägt dazu bei, dass sich sowohl Bewohner als auch Gäste in Ranstadt wohlfühlen.
Die Sehenswürdigkeiten in der Kerngemeinde Ranstadt sind das klassizistisch-gotische Rathaus von 1875 und das Stolberg’sche Hofgut. In Dauernheim besticht der historische Ortskern mit Kirche, Wehrkirchhof und bedeutender Felsenkelleranlage. In Ober-Mockstadt fällt die mittelalterliche Pfarrkirche mit doppeltem Zwiebelturm aus dem Jahr 1755 ins Auge. Bobenhausen ist stolz auf das alte Schulhaus mit verschiefertem Dachreiter und Wetterfahne. In Bellmuth steht die neu restaurierte Kapelle, ein zweigeschossiger Fachwerkbau von 1731, mit Darstellungen der Apostel und Kreuzigung. Vorübergehend besaß Ranstadt eine bedeutende (Stolberg’sche) Münzwerkstätte; weithin bekannt waren auch die Ranstädter Sandsteine, die heute vielfach in Kirchenbauten der weiteren und engeren Heimat zum Himmel ragen.
Vor dem Dreißigjährigen Krieg blühte neben der Landwirtschaft der Weinbau. Vor allem in Dauernheim erinnern heute noch die Weinkeller, die während des Zweiten Weltkrieges als Luftschutzkeller dienten, an jene Zeit. In Ober-Mockstadt gab es bis vor einigen Jahrzehnten mehrere Ziegeleien. Davon zeugen noch zahlreiche aus Ton geformten Dachreiter, die ein aufmerksamer Beobachter auf manchem älteren Haus erblicken kann. Bis heute haben die Ortsteile ihren dörflichen Charakter bewahrt, wenn auch die Landwirtschaft nicht mehr die dominierende Rolle vergangener Zeiten spielt.