Artikel vom
15.04.2010 - 15.00 Uhr
Entwürfe für Hochwasserschutz vorgestellt
Ranstadt-Dauernheim (pdw). Die Entwurfsplanung für den Hochwasserschutz sind jetzt den Fraktionsvorsitzenden und dem Gemeindevorstand vorgestellt worden.
Die Planung des Ingenieurbüros beinhaltet für die in Fließrichtung rechte Seite der Nidda, die bebaute Ortslage, eine Kombination aus Erdwällen mit Dicht- und Stabilisierungselementen und am Bürgerhaus eine Spundwandmauer. Die Ortsentwässerung ist an die neuen Gegebenheiten anzupassen, hier sind Pumpenschächte mit Elektropumpen zur Sicherstellung der Binnenentwässerung bei Hochwasser erforderlich. Der vorhandene Steg ist durch einen höhergelegten Neubau ohne Mittelstütze zu ersetzen. Der Wasserverband Nidda hat angeregt, die Dauernheimer Bürger über das zukünftige Steg-Modell entscheiden zu lassen.
Auf der in Fließrichtung linken Seite soll die Nidda aufgeweitet und insbesondere die Verwallungen unterhalb der Umgehungsstraße abgetragen werden. Weiterhin sind hier Struktur verbessernde Maßnahmen an den Ufern und der Anschluss des Kläranlagenablaufgrabens als offenes Sekundärbiotop geplant. Oberhalb der Ortslage wird die Nidda renaturiert und in Schlingen, Aufweitungen und Inselprofilen geführt. Gebietsheimische Biotopstrukturen werden initiiert und heimische Pflanzen angesiedelt. Damit kann der Retentionsraumverlust infolge der Hochwasserschutzmaßnahme ausgeglichen und ein Ausgleich für die Eingriffe in Natur und Landschaft direkt vor Ort geschaffen werden.
Der Wasserverband hat für die Investitionsmaßnahme in seinem Haushalt 2010 die Planungskosten eingestellt. Nach Vorlage einer abgestimmten Planung wird er eine Genehmigung bei der Aufsichtsbehörde beantragen, wie Verbandsvorsteher Oswin Veith ankündigte.