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Turnverein Kesselbach blickt auf 100 Jahre zurück

Artikel vom 27.01.2012 - 17.32 Uhr

Turnverein Kesselbach blickt auf 100 Jahre zurück

Rabenau (vh). Turnen als eine Angelegenheit für Disziplin und Kondition hat in Deutschland Friedrich Ludwig Jahn (1778 bis 1852) begründet. Die Faszination des neuen Sports schwappte bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. So wurde vor 100 Jahren auch der Turnverein Kesselbach gegründet.

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Turnerpyramide Anfang der fünziger Jahre. (Repro: vh)
Einige turnbegeisterte junge Männer waren zunächst noch mittellos und besuchten anfangs die Turnstunden bei benachbarten Vereinen. Zu einem nicht protokollierten Zeitpunkt erklärte sich Wilhelm Schwalb aus Staufenberg bereit, mit den wenigen Aktiven die ersten Übungsstunden in Kesselbach abzuhalten. Daraufhin wurde am 3. Februar 1912 eine Versammlung einberufen und der Turnverein 1912 Kesselbach von 26 Männern gegründet. Mit einigen Veranstaltungen blickt der nun 100-jährige Verein in diesem Jahr auf seine Gründerzeit zurück.

Der erste gewählte Vorstand des Jahres 1912 bestand aus dem ersten Vorsitzenden Heinrich Schmidt, Schriftführer Heinrich Lang, Rechner Wilhelm Dietz II. und Turnwart Heinrich Hopp. Als Vereinsfarben wurden Grün und Gold festgelegt. Bei der satzungsgebenden Generalversammlung am 24. August 1912 kamen Heinrich Schomber als zweiter Turnwart und Konrad Pfeiff als Beisitzer hinzu. Somit war die Gründung des TV 1912 Kesselbach abgeschlossen.

Disziplin wurde damals groß geschrieben. Es wurde in der Satzung festgelegt, dass alle körperlich gesunden Mitglieder unter 25 Jahren an den Übungsstunden teilnehmen mussten. Man ging sogar soweit, dass jedes unentschuldigte Fehlen in der Turnstunde mit einer Geldstrafe geahndet wurde. In besonders harten Fällen konnte das Fehlen zum Vereinsausschluss führen.

Hinter dem rauhen Geist steckte eine handfeste Absicht, nämlich so schnell wie möglich an Wettkämpfen teilnehmen zu können. Schon im Gründungsjahr 1912 wurden ein Staffellauf in Mainzlar und ein Bergfest in Waldgirmes besucht. 1913 konnte man auf dem Bergfest in Staufenberg fünf Siege erringen werden. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein bereits 59 Mitglieder.



Anteilsscheine für Geräte



Während des Ersten Weltkrieges ruhte der Turnbetrieb, doch der Verein als solcher blieb bestehen. Mit zum Teil sehr hoher Beteiligung wurde die turnerische Aktivität nach dem Krieg wieder aufgenommen und zahlreiche Sportveranstaltungen, vor allem Gau- und Bergfeste, besucht.



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Artikel vom 27.01.2012 - 17.32 Uhr
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