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Mandolinenclub Allertshausen entführte in den Süden

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Artikel vom 20.10.2014 - 16.00 Uhr

Mandolinenclub Allertshausen entführte in den Süden

Rabenau (vh). Muscheln dekorierten die Tische im Dorfgemeinschaftshaus, Urlaubsfotos von der adriatischen Küste sorgten für ein schickes Bühnenbild, ergänzt durch eine türkisfarbene Vespa älteren Baujahrs. Im Halbkreis saßen die Mitglieder des Mandolinenclubs Wanderlust Allertshausen und entführten die Zuhörer in den Süden.

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Der Mandolinenclub Allertshausen konzertierte im Dorfgemeinschaftshaus.
© Volker Heller
Südländisch inspiriert trumpfte das Mandolinenkonzert auf und entführte zum Ende eines sommerlichen Herbsttages dorthin, wo die Sonne anscheinend nie untergeht und das Meer farblich der Vespa ähnelt. Auch die Komponisten der sehnsuchtsvollen Notenwerke waren meistens Italiener. Mittendrin Gerhard Winkler, der seit seinem Erfolgsschlager von den Capri-Fischern (»Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt...«) gewissermaßen fast schon ein Italiener ist.

Konrad Wölki, der in Deutschland wie kein anderer dazu beigetragen hat, dass Zupforchester, wozu die Mandoline zählt, auch in wissenschaftlichen Kreisen zur Kenntnis genommen werden, stand im Konzertprogramm mit seiner Fantasie über die neapolitanische Volksweise »Santa Lucia«. Typisch deutsch waren beim Mandolinenkonzert in Allertshausen eigentlich nur die belegten Brötchen in der Pause.

Unter der musikalischen Leitung von Uwe Lorenz (erste Mandoline) spielten außerdem Andrea Meßmer (erste Mandoline), Wilfried Schomber und Holger Krieb (zweite Mandoline), Wilfried Dietz (Mandola), Reinhold Schubach und Rolf Schmidt (Gitarre); feinfühlig Armin Demandt als Percussionist.

Das Solostück »Salida del Sol« (Sonnenaufgang) für Mandoline und Gitarre gaben Lorenz und Schmidt. Obgleich auf der anderen Seite des Stiefels gelegen, fand Neapel sich öfters wieder: als »Andante largo« aus dem »Neapolitanischen Ständchen« von Winkler, Wölkis Fantasie über »Santa Lucia«, die »Souvenir de Naples« (Andenken von Neapel) von Prof. Giulio Baldacci, die »Serenata napolitana« (neapolitanisches Ständchen) von Fedele Rivelli, wiederum von Winkler das Stück »O mia bella Napoli« (Straßensänger von Neapel) und die Paraphrase über das populäre neapolitanische Lied »O sole mio« von Max Oscheit.

Viel Applaus gab es für den Mandolinenclub Allertshausen und dann insgeheim den Wunsch, mit der bereit stehenden Vespa in einem unbeobachteten Moment auf die Landstraße zu düsen – und ab nach Italien.

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Artikel vom 20.10.2014 - 16.00 Uhr
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