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Kommersabend "75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Londorf"

Artikel vom 14.03.2010 - 21.00 Uhr

Kommersabend "75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Londorf"

Rabenau (vh). Die Freiwillige Feuerwehr Londorf ist alles andere als eine alte Tante, steht mit ihren 75 Jahren vielmehr voll im Saft. Solches Lob war - sinngemäß - den Reden der Gratulanten zu entnehmen, die zum Kommersabend in die Lumdatalhalle gekommen waren. Die lange Liste der Ehrengäste führte Innenminister Bouffier an. Ihm wie allen Gästen wurde ein ein abwechslungsreicher Abend geboten, mit vielen Reden und Ehrungen, aber auch Unterhaltungsbeiträgen oder dem Rückblick von Wehrführer Matthias Krausch.
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Auszeichnung mit dem Silbernen Brandschutz-Ehrenzeichen des Landes Hessen durch Innenminister Volker Bouffier (rechts); Dritte von rechts Landrätin Anita Schneider.
© Volker Heller
Bürgermeister Hillgärtner sprach als Schirmherr des Jubiläums von »Männern der Tat«, die am 28. März 1935 in »schwieriger Zeit Verantwortung übernahmen«.

Angeführt von den Festdamen zog die Einsatzabteilung in den Saal, wo Manfred Rabenau, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, die lange Gästeliste verlas. Darunter neben Staatsminister Bouffier auch Hans Günter Langecker (Londorf) als Präsident der hessischen Bereitschaftspolizei, Landrätin Anita Schneider Dezernentin für Brand- und Katastrophenschutz), Gottfried Schneider (Vorsitzender der Gemeindevertretung), Erster Beigeordneter Andreas Hübl, Ortsvorsteher Ingo Lich, Ehrenbürgermeister Wilfried Eckl, Pfarrvikar Andreas Luipold, Diakon Markus Müller, Vertreter der Partnerfeuerwehr Eiweiler (bei Saarbrücken), weiterer befreundeter Feuerwehren und Ortsvereine.

Vorsitzender Manfred Rabenau lud zunächst zum Feiern und Freude über das stolze Jubiläum ein. Bürgermeister Hillgärtner sprach von Dank und Anerkennung auch an die Familien der Einsatzkräfte. Wehrführer Matthias Krausch bilanzierte rückblickend die Schwierigkeit, gerade auf dem Land das Löschwesen zu organisieren. Von den Holzeimern im Mittelalter bis zur aktuellsten Neuanschaffung bei der Londorfer Wehr (Gerätewagen/ Hydraulikschere) reichte der Blick des Chronisten. 31 Frauen und Männer seien heute aktiv, 18 Mädchen und Jungens in der Jugendfeuerwehr Mitglied.

Krausch: Aus- und Fortbildung gewährleistet

Die Einsatzzahl, so betonte Krausch, steige in den letzten Jahren an, daher benötige die Feuerwehr immerfort gutes Personal und Material. Aus- und Fortbildung seien in Londorf gewährleistet. Noch dieses Jahr werde das Gerätehaus erweitert.

Bouffier nannte die Hilfe für Menschen in Not als »wichtigste Herausforderung einer Gesellschaft.« Ausgerechnet dies werde zu 98 Prozent ehrenamtlich geleistet von 76 000 Feuerwehrleuten in über 2600 hessischen Feuerwehren. »Vorbilder in einem herausragenden Dienst«, folgerte Bouffier. Er hob die Bedeutung der Nachwuchsarbeit hervor, ermunterte Londorfs Jugendwart Sven Nachtigall und auch die Londorfer Frauen zum vermehrten Eintritt in die Einsatzabteilung, wie das im Polizeidienst mittlerweile zu beobachten sei.

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Artikel vom 14.03.2010 - 21.00 Uhr
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