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27.04.2010 - 18.08 Uhr
Geilshausen: Wildschweinpopulation steigt weiter
Rabenau (pm). Die aufgrund einer »fulminanten« Vollmast der Laubbäume im Herbst zu erwartende starke Zunahme der Wildschweinpopulation - teilweise erreichen sie noch im ersten Lebensjahr Geschlechtsreife - war ein bestimmendes Thema der Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Geilshausen.
Mit erhöhtem Abschuss der »Schwarzkittel«, die ob der guten Ernährungsbedingungen sich auch nicht von bejagten Kirrungen (Futterstellen) locken lassen, soll den befürchteten Schäden begegnet werden.
Schriftführer Erich Luft verlas zunächst das Protokoll der Versammlung 2009. Den Kassenbericht trug Rechner Wilfried Wagner vor. Der Jagdertrag soll für die Instandhaltung bzw. Sanierung von Feldwegen, Maschinen und Geräten verwendet werden, ein Zuschuss wird für die Grenzwanderung gewährt, der Rest geht in die »Feldwege-Rücklage«.
Jagdvorsteher Bernhard Schmidt bilanzierte nun ein verhältnismäßig ruhiges Jagdjahr. Leidiges Thema aber seien auch 2009 freilaufende Hunde« gewesen. Neben der Wildschweinplage melde der Forst Verbissschäden (»laut Gutachten 50 Prozent Verbiss an Knospen und Jungbaumkulturen«) auch durch die zu hohe Rehwildpopulation. Von daher sei ein erhöhter Rehwildabschuss von 10 - 15 Prozent festgelegt worden.
0Jagdpächter Dr. Till Kirschner bat hier, genau hinzuschauen: Zunächst seien durch die Aufforstungen nach den Stürmen große Flächen junger Pflanzen angelegt worden (leichtes Futter). Auch bedeute nicht jeder Biss, dass aus der Pflanze kein stattlicher Baum mehr werde. In jungen Aufforstungen werde selbstverständlich auch gejagt. Und: »Nachbarreviere haben wesentlich höhere Verbisszahlen.« Der Jagdvorsteher wieder berichtete, dass der Wildbestand im »Eichwald« bei den Wildschweinen als auch bei den Rehen als sehr gut zu bezeichnen sei. Die revierübergreifende Treibjagd im »Noll« sei nicht zweckmäßig gewesen: nur ein Wildschein wurde erlegt. Schmidt erinnerte noch an den Berlin-Ausflug und die Teilnahme von Wilfried Schönhals und Edmund Wavrouschek am Wildschadenschätzer-Seminar.
»Ein schönes Jagdjahr« bilanzierte Kirschner, Er zeigte sich sehr zufrieden, sagte, dass er bei Problemen immer ansprechbar sei. Eines griff er auf: Grundsätzlich erstatte er Anzeige, wenn freilaufende Hunde im Wald gesichtet würden. Das empfahl er auch anderen Bürgern. Die Strecke 2009/20210: zehn Stück Schwarzwild (davon kein Fallwild), 20 Rehwild (drei Fallwild), drei Hasen (alle Fallwild), 24 Füchse (vier), zwei Steinmarder (zwei), sechs Dachse, drei Waschbären, ein Hermelin, zwei Iltisse (zwei), 30 Ringeltauben, vier Stockenten, 19 Krähen, elf Elstern.
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