Rabenau (vh). Am Samstag, 13. März, 20 Uhr, startet die Freiwillige Feuerwehr Londorf mit einem Kommersabend in ihr Jubiläumsjahr. Mit der Veranstaltung in der Lumdatalhalle beginnt sozusagen die Feier des 75. »Geburtstags« der Brandschützer. Das Jubiläum ist für die »Allgemeine Zeitung« Anlass, einen Blick in die Chronik des Vereins zu werfen.
Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Londorf im Jubiläumsjahr.
Festprogramm
– am Samstag, 13. März, 20 Uhr, findet in der Lumdatalhalle der Festkommers statt. Hessens Innenminister Volker Bouffier wird als Ehrengast erwartet.
– vom 18. bis 30. Mai steigt das große Festwochenende mit Discoabend am Freitag, dem Aufritt der Oktoberfestband »Münchner Zwietracht« am Samstag und dem Festumzug nebst der Show »Rainer Irrsinn« am Sonntag.
Die Geschichte des – lose organisierten – Feuerwehrwesens in Londorf begann danach schon vor über 100 Jahren, als jeder unverheiratete Mann durch diesen Familienstand dienstverpflichtet war und – als Beitrag zum vorbeugenden Brandschutz – einen »Feuereimer« zu erwerben hatte.
Weiter zur Vorgeschichte der FFW Londorf: 1841 war’s, dass das Kirchspiel Londorf die erste Feuerspritze kaufte. Die war zehn Jahre im Dienst, bevor die Gemeinde eine erste »Saug- und Druckspritze« anschaffte – die zweite von 1893 ist heute noch (!) gebrauchstüchtig.
Andreas Becker erster Kommandant
Die Freiwillige Feuerwehr schließlich wurde am 28. März 1935 im Schulsaal der Volkshalle aus der Taufe gehoben. Bei der Gründungsversammlung führte Londorfs Bürgermeister Karl Georg Becker den Vorsitz und ernannte den Gemeindebeigeordneten Andreas Becker zum »Kommandanten«, heute würde man sagen Wehrführer. Ihm zur Seite gestellt wurde Karl Pfeiff II., zuvor schon Kommandant der Pflichtfeuerwehr. Hinzu kamen die Abteilungsführer (Löschmeister) Eberhard Rein für die Spritzenmannschaft nebst den Truppführern Daniel Nicolai und Ludwig Olemotz. Als Truppführer der Steigermannschaft (die mit den Leitern) fungierte August Becker, Heinrich Müller führte die Hydrantenmannschaft, Georg Baach füllte den Posten des Sanitäters aus, Eberhard Göbel hatte für die korrekte Ausrüstung zu sorgen (Gerätewart), Georg Höchst wurde zum Pressewart ernannt, während Eberhard Rein das Amt des Rechners und Schriftführers bekleidete. Wesentlichen Anteil am Übergang von der Dienstpflicht zur Freiwilligkeit bei der Londorfer Wehr wird Karl Pfeiff zugeschrieben, hatte er doch durch seine fleißige Unterschriftensammlung das Interesse bei der Bevölkerung geweckt und aufgrund eines guten Drahtes zum damaligen Kreisfeuerwehrinspektor Robert Bouffier die zuständige Instanz auf höherer Ebene überzeugt.