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18.03.2010 - 23.39 Uhr
Ausbau Ortsdurchfahrt Londorf weiter vorangebracht
Rabenau (vh). In Londorf ist das Eckhaus an der Kreuzung Gießener/ Marburger Straße abgerissen worden, die Trümmer sind beseitigt. Der Tag rückt in greifbare Nähe, wann der erste Bauabschnitt zum Aus- und Umbau der Ortsdurchfahrt am Ortsausgang Allendorf in Angriff genommen wird, um sich in zwei bis drei Monaten bis Kreuzung Allertshäuser Straße vorzuarbeiten.
Eine wichtigen Schritt dafür ist die Gemeindevertretung Rabenau am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus Kesselbach gegangen, sie stimmte geschlossen für eine geänderte Mittelbereitstellung. Der Auftrag geht an eine Fachfirma aus Kirchhain, die aus der vorherigen Ausschreibung mit dem wirtschaftlichsten Angebot hervorging.
Für den Nachtrag bedeute das eine Einsparung von 200 000 bis 250 000 Euro, konnte Bürgermeister Kurt Hillgärtner (FW) die freudige Nachricht vermelden. Zum Hintergrund: Während das Land den Straßenbau trägt (kostet 609 000 Euro), hat die Gemeinde die Gehwege (Kosten auf Anlieger umgelegt) zu zahlen. Im Etat sind dafür 700 000 Euro kalkuliert. Auf Grundlage der Auschreibung sollen jetzt schlappe 310 500 Euro reichen. In der Gesamtrechnung werden also rund 380 000 Euro bei den Bürgersteigen eingespart, wogegen die neuen Versorgungsleitungen - am Mittwoch bewilligte - Mehrkosten verursachen: bei der Wasserversorgung 103 000 Euro, beim Abwasser 30 000 Euro - macht 133 000 Euro. Unterm Strich beträgt das Einsparungspotential also 247 000 Euro.
Damit auch Geld fließen kann, muss zunächst noch der Haushalt 2010 genehmigt werden. Derweil wird die Rabenauer Verwaltung die zu erwartenden Zuschüsse neu berechnen, um nach Ostern während einer Anliegerversammlung (Termin offen) die endgültigen Planungen mitzuteilen.
Der zweite Bauabschnitt reicht vom Anwesen Aumann bis zur Kreuzung Marburger Straße, der dritte Abschnitt in Richtung Nordeck bis zum Anwesen Höchst. Je nach Baubeginn am ersten Abschnitt und bei maximal drei Monaten pro Teilbereich rechnet Hillgärtner bis Mitte oder Ende September nächsten Jahres mit der Fertigstellung. All Fraktionen zeigten sich erfreut über die Einsparungen. Die Freien Wähler betonten nochmals die Chance zur optischen Aufwertung im nördlichen Bereich des alten Ortskerns, die CDU verwies auf ihren in der Januarsitzung der Gemeindevertreter eingeforderten Sperrvermerk im Haushalt, um die Kosten für Bürgersteige, sprich die anteiligen Beiträge der Anlieger, wenn möglich noch zu drücken.
Trennsystem statt Mischsystem?
Albert Schäfer (SPD) wollte wissen, ob das seit 1. März dieses Jahres gültige Wasserhaushaltsgesetz, das künftig für die Entsorgung Trennsysteme statt eines Mischsystems vorschreibt, zur Geltung komme. Hillgärtner will das genau abklären. Nach seinem Verständnis gelte das Gesetz nur für komplette Baumaßnahmen, quasi im Neubaugebiet.
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