Gießen/Rabenau (ti/pm). Das Feuer, bei dem in der Nacht zum Sonntag im Allertshäuser Wochenendgebiet »Auf dem Köppel« ein Wohnhaus zerstört wurde, ist absichtlich gelegt worden. »Wir gehen von Brandstiftung aus«, sagte am Donnerstag in Gießen Polizei-Pressesprecher Willi Schwarz auf Nachfrage.
Blick in die Brandruine. (bf)
Ein technischer Defekt sei nach den umfangreichen Ermittlungen der vergangenen Tage auszuschließen.
Bei der Suche nach dem oder den Tätern bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. Zeugen, die am Samstag auffällige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit den Beamten in Verbindung zu setzen, Telefon: 0641/7006-2555.
Zu den Ermittlungen und Untersuchungen an der Brandstelle waren Sachverständige des Landeskriminalamtes zugezogen worden. Deren Urteil: Ein technischer Defekt ist auszuschließen.
Der Brand dürfte im mittleren Bereich des Hauses seinen Ausgang genommen haben und auf die Holz- und Dachverschalung übergegriffen haben. Bei der Suche nach dem oder den Tätern bittet die Polizei die Bevölkerung aus der Rabenau um Mithilfe. Zeugen, die am Samstag auffällige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit den Beamten in Gießern in Verbindung zu setzen: 06 41.70 06-25 55.
Wie in der »Allgemeinen Zeitung« mehrfach in Wort und Bild berichtet, war das von einem 33-Jährigen aus dem Ort als Wohnhaus genutzte Gebäude in der Nacht zum Sonntag bis auf die Mauern niedergebrannt. Der junge Mann hatte sich zu diesem Zeitpunkt zur Kino-Spätvorstellung in Marburg aufgehalten und bereits am Folgetag gesagt, er gehe von Brandstiftung als Ursache aus. Sein Argument: Die Haustür sei aufgebrochen worden. Feuerwehrleute hatten betont, ihrerseits sei die Tür bei den Löscharbeiten nicht mit Gewalt geöffnet worden.
Den Gesamtschaden bezifferte die Polizei in Gießen am Mittwoch mit rund 250 000 Euro, nachdem sie in ihrer Erstmeldung am Montag noch 120 000 Euro angegeben hatte.