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12.11.2009 - 22.32 Uhr
Ab 50 mit ersten Anzeichen chronischer Krankheiten rechnen
Rabenau (vh). Die 50. Veranstaltung der Reihe »Rabenauer Gesundheitsforum« wurde ihrem Jubiläumsanlass gerecht, indem die Hoffnung auf einen vollen Erfolg sich prompt erfüllte. Als einen Erfolgsgaranten für gutes Gelingen hatte der Initiator, Apotheker Dr. Wolfgang Dehmel, den Neurologen und Psychiater Dr. med. Jürgen Rieke (Gießen) nach Londorf gebeten.
Ursprünglich sollte der Festvortrag ausschließlich über »Alzheimer-Demenz« informieren, doch Rieke hatte umdisponiert und breitete seine Gedanken umfassender aus. Mit »Mehr Leben im Alter – das Gehirn und seine Folgen« begeisterte der Redner gut 200 Zuhörer im »Bürgersaal am Bahnhof« anschaulich im lockeren Plauderton.
Bürgermeister Hillgärtner erinnerte in seiner Begrüßung an die bescheidenen Anfänge des »Forums«. Apotheker Dehmel und der damalige Bürgermeister Wilfried Eckl (anwesend) hätten zwar die Idee zu einer Veranstaltungsreihe über Gesundheitsvorsorge und Krankheiten geboren, auch den Einstieg gewagt – dass daraus eine solche Erfolgsgeschichte werden würde, damit habe anfangs wohl keiner gerechnet.
Dank an Mitinitiator Dr. Dehmel
Heute sei das »Rabenauer Gesundheitsforum« ein fester Bestandteil des regionalen Veranstaltungskalenders. Dank ging in Richtung Dr. Dehmels, der gerne Hillgärtners Ermunterung, die Reihe weiter zu führen, entsprechen möchte.
Laut Archiv der »Allgemeinen« startete das Forum am 27. Oktober 1999 mit einem Vortrag über »Osteoporose«. Dr. Rieke berichtete erstmals am 13. Dezember 2000 über »Alzheimer«, er gehört seither zu den Stammgästen der Reihe. Dehmel bewunderte Riekes Vortragsstil, die leichtfüßige Art und Weise wie jener mit einfach aufgebauten Charts (Tabellen, Schaubilder) sich der komplexen Materie nähert – »im lockeren Plauderton«, wie Dehmel es fasste. Für Riekes Fähigkeit, mit hohem Unterhaltungswert zu informieren (er selber nennt das »Lernen mit Emotion«), sprach die Tatsache, dass der Redner vom »Streik« der Mikrophontechnik (ausgerechnet zum Jubiläum) weder aus der Ruhe noch dem Konzept gebracht wurde.
Rieke streifte mit dem Vortragsaspekt »Osteoporose« den Auftakttermin, öffnete zwischendurch ein Fenster zur Demenz und ging eindringlich auf das Thema »Depression« ein. Just am Tag, da sämtliche Zeitungen über den Suicid von Robert Enke berichteten, der unter starken Depressionen gelitten hatte.
»Alter keineswegs nur negativ«
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