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Premiere für Hymne auf Widerstandskämpfer Reichwein

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Artikel vom 15.12.2010 - 22.00 Uhr

Premiere für Hymne auf Widerstandskämpfer Reichwein

Pohlheim (sch). Schon zur Tradition geworden ist das jährliche Adventskonzert der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) in der Christuskirche in Watzenborn-Steinberg, das am Dienstag stattfand und eine Premiere mit der Uraufführung der Schulhymne hatte.
Der Chor 5 und 6 der ARS mit Schulleiter Norbert Kissel am Klavier	(Foto: sch)
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Der Chor 5 und 6 der ARS mit Schulleiter Norbert Kissel am Klavier (Foto: sch)
Schulleiter Norbert Kissel hatte zu einem von Adolf Reichwein überlieferten Gedicht, das dieser 1938 in das Poesiealbum eines seiner Schüler geschrieben hatte, eine eingängige Melodie zu diesem Lied geschrieben. Voll besetzt war die Christuskirche, und Pfarrer Alexander Klein begrüßte die Besucher mit den Psalm-Worten »Singt dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn alle Welt«. Klein, der auch als Religionslehrer an der ARS unterrichtet, forderte die Schüler auf: »Singt, spielt, Gott hat euch diese Gaben und Fähigkeiten gegeben und Lehrer, die euch dabei unterstützen.«

Kissel konnte neben den Elternbeiräten, Mitgliedern des Fördervereins, Lehrern der mit der ARS kooperierenden Musikschule »Music Camp«, Eltern, Angehörigen, Kollegen und den Schülern insbesondere auch Kreis-Schuldezernent Siegfried Fricke mit Gattin begrüßen. »Was die Entwicklung der Musik betrifft, ist die ARS Hand in Hand mit dem Ausbau der Schule gegangen«, sagte Kissel und dankte Fricke. Was bei dem Konzert musiziert werde, sei ein kleiner Ausschnitt von dem, was an musikalischem Leben an der ARS stattfinde - alles wurde im Unterricht erarbeitet, so Kissel. Am Ende des abwechslungsreichen Konzerts wurde für die Patenkinder der Schule in Indien - das Projekt wird betreut von Lehrer Bodo Hartmann - gesammelt

Eröffnet wurde das Programm von der »Concert Band 5« (Leitung: Kattrin Becker) mit »Morgen kommt der Weihnachtsmann« und »Jingle Bells«, dem das Kammerorchester (Margarete Mrokon) mit »Chorale St. Antoni« (Haydn) und »Il est né, le divin enfant« folgte. Ein Menuett aus den Kegelduetten (Mozart) boten Johanna Pitz und Sophie Smolka mit der Querflöte. Stimmgewaltig präsentierte sich der unter Kissels Leitung stehende und von ihm am Klavier begleitete Eltern-Lehrer-Chor, der unter anderem »Stille Nacht«, »Kommt mit« und »Burden down« zu Gehör brachte. Zusammen mit Lehrerin Marina Korolyora intonierte Marius Kosaca mit dem Cello »Thumbing a lift« und »O Tannenbaum«, und das Cello-Ensemble stellte sich mit »Hassapikos«, »Spielstück« und »Stille Nacht« vor. Zwischen den beiden Cello-Auftritten brachte die »Concert Band 6« (Kattrin Becker) »Herbei, o ihr Gläubigen« (Arrangement von Kattrin Becker) und »Hört der Engel helle Lieder« zu Gehör.

Vom Platz her eng wurde es danach im Altarraum, als der unter der Leitung von Christina Löwen stehende Chor 7-10 mit »Yesterday« (Lennon/Mc Cartney), »Vois sur chemin« und »Halleluja« den musikalischen Reigen fortführte. »Last Christmas« und »Fröhliche Weihnacht« wurde dargeboten von der AG Concert Band (Kattrin Becker), bevor der unter dem Dirigat von Kissel stehende Chor 5/6 mit »Alle Jahre wieder«, »Komm, wir gehen nach Bethlehem«, »Silberhelle Weihnachtsglocken« und »Geht, ruft es von den Bergen« einen gelungenen Auftritt verzeichnen konnte.

Zweifelsohne ein Höhepunkt war zum Finale der gemeinsame Auftritt aller Chöre mit Instrumentalgruppen und Publikum, als das von Kissel vertonte Reichwein-Lied »Richte immer die Gedanken« uraufgeführt wurde. Es war ein besonderes Klangerlebnis, die Premiere aus den Kehlen von mehreren hundert Menschen hören zu können. Dies war auch am stürmischen Applaus spürbar. »In einer echten Gemeinschaft bringt jeder etwas mit«, zitierte Kissel Adolf Reichwein und ergänzte, dass auch an der ARS viele Gaben und Talente von allen Beteiligten in die Schulgemeinde eingebracht werden, die auch die Musik betreffen. »Auf den Reformpädagogen und Widerstandskämpfer Adolf Reichwein sind wir stolz, dessen Namen an unserer Schule tragen zu können«, hob Kissel hervor und berichtete über Reichweins Lebenslauf. Ob das Reichwein-Lied einmal die Schulhymne der Pohlheimer Institution werde, mögen Zeit und Schulgemeinde entscheiden, so Kissel.

Der Pfarrer sagte: »Es ist toll, dass der Altarraum so voll ist. Jetzt bin auch ich angekommen im Advent.« Einen Dank richtete Klein an die Schüler. Mit dem von allen Anwesenden gesungenen »O du fröhliche«, begleitet von Lehrerin Christel Staasmeyer an der Orgel, endete zum Jahresabschluss ein Konzert, das bei allen noch lange in guter Erinnerung bleiben dürfte.

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