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Mehrheit gegen Hubrettungsfahrzeug

Artikel vom 31.08.2010 - 04.01 Uhr

Mehrheit gegen Hubrettungsfahrzeug

Pohlheim (agl). Nachdem in der Sitzung des Haupt-und Finanzausschusses bei den Befürwortern doch wieder ein wenig Hoffnung aufgekeimt war, dass die Stadt Pohlheim ein Hubrettungsfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr und für mehr Sicherheit der Menschen anschaffen könnte, wurden diese Hoffnungen am Montagabend enttäuscht.
In der Sitzung der Stadtverordneten in der Limeshalle in Grüningen stimmten 19 Mandatsträger aus den Fraktionen von CDU, Grünen, Freien Wählern sowie Dr. Michael Mautner von der FDP gegen den Antrag von Horst Biadala (SPD), den Sperrvermerk im Haushalt für das Hubrettungsfahrzeug aufzuheben und die Zuschüsse von Seiten den Landes Hessen und - falls möglich - von Seiten des Landkreises zu beantragen.

Für den Antrag stimmten die Sozialdemokraten geschlossen und zudem Karl Will (FDP), was insgesamt 14 Stimmen für das Hubrettungsfahrzeug ausmachte. Zuvor wurden die Standpunkte in der Angelegenheit unterstrichen, die seit Monaten in Pohlheim hohe Wellen schlägt, inklusive des Rücktritts von Wolfgang Then als Stadtbrandinspektor. Den Redebeiträgen am Montagabend wohnte auch der neue Stadtbrandinspektor Bernd Schöps mit einigen Feuerwehrkameraden bei.

Die Anschaffung eines Hubrettungsfahrzeugs würde »die Sicherheit der Menschen in Pohlheim nachhaltig verbessern«, warb Horst Biadala um »Ja«-Stimmen. Die Chance, einen Zuschuss vom Land Hessen in Höhe von 200 000 Euro für die Anschaffung des Feuerwehrfahrzeugs zu erhalten, komme wohl nicht wieder, gab Biadala zu bedenken.

Zum Hintergrund: Wie die AZ berichtete, könnte sich möglicherweise der Kreisausschuss des Landkreises Gießen mit 50 000 Euro an dem Hubrettungsfahrzeug beteiligen. Da die Gesamtkosten bei 500 000 Euro liegen, kämen auf die Stadt Pohlheim, falls der Kreisausschuss diese finanzielle Unterstützung gewähren würde, Kosten in Höhe von 250 000 Euro zu, anderenfalls wären es 300 000 Euro. Diese Summe dürfe in diesem Zusammenhang keine entscheidende Rolle spielen, sagte Biadala. »Hier geht die Sicherheit der Bevölkerung vor.«

Matthias Jung (CDU) hingegen warnte: »Wir sollten nicht vorpreschen, denn wir haben die finanziellen Möglichkeiten nicht.« Er verwies auf den noch nicht genehmigten Haushalt und auf ein künftiges Feuerwehrgerätehaus in Grüningen, das es zu finanzieren gelte. Außerdem habe der Landkreis noch keinen Bedarfs- und Entwicklungsplan (BEP). Der Kreis solle zunächst eine Konzeption erstellen, in die sich die Stadt Pohlheim einfüge, so Jung.



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