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Mehr als 10 000 Euro für Indien

Artikel vom 03.02.2010 - 01.00 Uhr

Mehr als 10 000 Euro für Indien

Pohlheim (pm). Seit 1998 unterstützen die Schüler der Watzenborn-Steinberger Adolf-Reichwein-Gesamtschule ein Projekt in Indien. Die dortige »Deva Kirubai Social Help Association« (DHSHA) hat es sich zum Ziel gesetzt, Waisen- und Armenkindern zu helfen, hat in Mullipadi bei Tamil Nadu (Südindien) ein Grundstück erworben und darauf zunächst ein kleines Haus und eine Halle gebaut.
Schülerinnen und Schüler der Adolf-Reichwein-Schule mit Lehrer Bodo Hartmann, der das Indien-Projekt seitens der Schule leitet.
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Schülerinnen und Schüler der Adolf-Reichwein-Schule mit Lehrer Bodo Hartmann, der das Indien-Projekt seitens der Schule leitet. Fotografiert wurden sie in ihrer Lehrküche, weil die aktuelle Überweisung für den Bau einer Küche im Waisenhaus verwendet werden wird. (Foto: pm)
Mit Sonderspenden der Pohlheimer wurde ein Brunnen gebohrt, der Wasser in einem guten Zustand fördert, das für die Kinder genutzt wird (Körperpflege, Kleiderwäsche). Zudem konnten mit dem eine Sanitäranlage gebaut und ein Generator gekauft werden, da in der Region Stromausfall zum Alltag zählt. Dieser Tage konnten die Pohlheimer stolz vermelden, dass die Gesamtsumme ihrer Zuwendungen die Summe von 10 000 Euro überschritten hat.

2005 waren durch eine Spende der Reichwein-Schülerschaft vier Nähmaschinen gekauft und das »St. Joseph’s Tailoring Centre« gegründet worden. Inzwischen haben dort mehr als 150 Mädchen eine Unterweisung erhalten, konnten sich danach als Näherin selbständig machen oder eine Anstellung finden. In den folgenden Jahren hatte man von den Spenden eine Milchkuh für eine Familie gekauft, die damit ihre körperbehinderte Tochter ernähren kann Und für einen an Kinderlähmung erkrankten Jungen war in Dreirad angeschafft worden.

Da der Verein für soziales Helfen kontinuierlich gewachsen ist, konnte er ein Waisenhaus für Mädchen und eines für Jungen in Betrieb nehmen. Derzeit leben dort 50 Kinder - zum eigenen Bedauern und dem der Pohlheimer ohne Küche. Aus diesem Anlass wird der diesjährige Sonderbeitrag aus dem Oberhessischen in Höhe von 650 Euro für den Bau einer Küche verwendet. Die kann dann - über die 50 Waisen hinaus - 70 Kinder aus der Umgebung verköstigen.

Wie kommen die Sonderspenden zustande? Schüler sammeln bei Schulfesten, beim Tag der offenen Tür. Die Schülervertretung spendet den Überschuss der Einnahmen aus der Nikolausaktion. Schüler verkaufen Kaffee und Kuchen am Elternsprechtag. Die Kollekte der Weihnachtskonzerte ist für Indien bestimmt.

Neben den Sonderspenden organisieren die Gesamtschüler Patenschaften. Klassengemeinschaften - derzeit 15 an der Zahl - spenden jeweils mindestens 60 Euro pro Schuljahr, womit eine gute Unterstützung eines Kindes gewährleistet ist: Schulbüche und -hefte, Nachhilfe, medizinische Hilfe, Nahrungsmittel. Die Klassen erhalten eine Patenschaftsurkunde mit dem Foto ihres Paten sowie ein Infoblatt mit einer kurzen Beschreibung der Lebensumstände.

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Artikel vom 03.02.2010 - 01.00 Uhr
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