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Licht aus, Spot an – Hausens Narren sind dran

Artikel vom 05.02.2012 - 18.58 Uhr

Licht aus, Spot an – Hausens Narren sind dran

Pohlheim (sch). »Licht aus, Spot an – seht was der Hausener Fasching kann«, unter diesem Motto stand am Samstagabend die 57. Elferratssitzung des TV Hausen im voll besetzten Bürgerhaus.

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Die Konfettigarde eröffnete das über vierständige närrische Spektakel. (Fotos: sch)
Dort zündeten die Karnevalisten ein über vierstündiges närrisches Feuerwerk und brachten das Narrenschiff mit hochkarätigen Büttenreden, sehenswerten Tänzen und ortsbezogenem Gesang das ein oder andere Mal kräftig ins Schwanken. Der mit dem Elferrat einmarschierten Konfettigarde war es vorbehalten, das Spektakel zu eröffnen, um sich nach einer Zugabe, den ersten Orden des Abends zu »verdienen«. Für die Choreographie sorgte dabei Trainerin Ulrike Hach, unterstützt von Nina Wüst.

In seinem Prolog nahm Sitzungspräsident Volker Vonderheidt, der bei seinen Auftritten gekonnt von Thomas Junker vertreten wurde, die große und kleine Politik sowie die Medienereignisse um Bundespräsident Christian Wulff und Karl-Theodor zu Guttenberg aufs Korn. Auch der aus Pohlheim kommende Ex-Fastnachtprinz aus Gießen bekam für sein außergewöhnliches Handeln sein Fett weg. Was wäre die Hausener Fastnacht ohne Zielscheibe »Landarzt Dr. Herbert Gruhl«, der im vergangenen Jahr seinen 70. Geburtstag und das 40-jährige Praxisjubiläum gefeiert hatte und sich zur Kultur auf die Spuren der Mayastätten nach Mexiko begab. »Am 21. Dezember 2012 gibt es Zunder, da geht unsere liebe gute Erde unter, ob das eintritt das Phänomen, werden wir erleben und auch sehn. Darum feiern wir Fasching das ist klar, dieses Jahr vielleicht zum letzten Mal.« Zu den von Vonderheidt begrüßten Ehrengästen, die nicht ihr »Fett«, dafür aber einen Orden bekamen, gehörten erstmals Ortsvorsteher Jörg Schwarz (im Elferrat), Stadtverordnetenvorsteher Jakob Ernst Kandel und Pohlheims Erste Stadträtin Anja Sames-Postel.

»Am Karnevalshimmel immer ein Stern, wir sehen dich gern, die Schau kann beginnen«, hieß es, als Tanzmariechen Sara Keßler ihren von Ulrike Hach einstudierten Kampagnetanz vorführte. Ohne Zugabe durfte sie die Bühne nicht verlassen. Mit Verstärkung aus Kesselbach heizte anschließend der Spielmannszug Hausen mit einem Bühnenspiel ein.

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Ganz klar, dass Frauen doppelt so viel Wörter benötigen wie Männer – denen muss man alles zweimal sagen, wussten die Putzfrauen Silke Jost (links) und Pia Krämer.
Der Nachfolger von Dr. Gruhl scheint gefunden, denn mit Landarzt Dr. Schambes aus dem Vogelsberg (alias Gerhard Reitz) meldete sich einer, der von seinem bisherigen Wirken in Stall und Praxis allerhand berichtete. Ein neues Produkt sei Viagra für Frauen: »Man kann beim Wäsche aufhängen länger stehen und die Arme hängen nicht durch«. Herrlich anzusehen, wenn Tiere einmal tanzen gehen, das präsentierten die TV-Minis mit ihrer »Tierdisco«, einstudiert von Bettina Jost, Carina Pötzl und Nina Wüst. Als Hippies gekleidet kamen Marcus Patt (mit Gitarre) und Volker Vonderheidt vom »Offenen Kanal« auf die Bühne, die mit ihrem Gesang ein feines Gespür hatten für das, was im Laufe des Jahres im Ort passiert war. Als Hundertjähriger gab Peter Hoffmann aus der Bütt »einen Einblick in eine Welt, die keiner für möglich hält – Wisst ihr noch wai’s froier woar?« Mit der Gesangsrede von Pauline und ihrer Pauke (Marita Hauf) ging es in die Pause.

»Was zieh ich in die Disco an?«, hieß der Schautanz der TV-Midis (Trainerin Ulrike Hach) zu Beginn des zweiten Teils, bei dem der Elferrat in bunten Hemden der 1970er Jahre einmarschierte. Melanie Patt und Gerhard Reitz ließen es bei ihrem Auftritt als ein »Selten fröhliches Paar« so richtig krachen, brillierten bei ihrem frei vorgetragenem Zwiegespräch und strapazierten das Zwerchfell der Besucher aufs Äußerste.



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Artikel vom 05.02.2012 - 18.58 Uhr
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