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Kritik am Verkehr im Heinrich-Lübke-Ring in Pohlheim

Artikel vom 17.08.2012 - 10.00 Uhr

Kritik am Verkehr im Heinrich-Lübke-Ring in Pohlheim

Pohlheim (agl). Fahren zu viele Autos durch den Heinrich-Lübke-Ring in Watzenborn-Steinberg? Fahren einige von ihnen auch zu schnell in dieser Spielstraße, in der lediglich Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf?

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In der vergangenen Woche stand dieser beschädigte Pflanzkübel, zugleich einer der Steine des Anstoßes, noch im Heinrich-Lübke-Ring. (Foto; agl)
Beides sei der Fall, sagte ein Anwohner im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen Zeitung. Zudem monierte er die Situation mit zwei Pflanzkästen. Sie stehen bzw. standen nahe an einer Ecke an der recht verzweigten Straße. Die Stadt habe die Kübel aufgestellt, um dafür zu sorgen, dass die Fahrzeuge nicht zu schnell unterwegs sind. Doch die weißen Kübel seien viel zu niedrig, um wirklich wahrgenommen zu werden. Rund zehn Wochen sei es her, dass ein Auto gegen einen der Kübel gestoßen sei, sagte der Anwohner. Die Folge: Der Kübel stand fortan relativ weit auf der Fahrbahn, und ein daran befestigtes Warnschild war dermaßen abgeknickt, dass es eine Gefahr für Kinder dargestellt habe.

Bereits kurz nach dem Unfall habe man sich an die Stadtverwaltung gewandt, doch nichts sei bisher geschehen. Daraufhin rief diese Zeitung am Montag bei Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer an, der sofortige Abhilfe versprach. Und tatsächlich: Der beschädigte Kübel wurde noch am gleichen Tag entfernt. Ein Ersatz stand am Donnerstagmorgen noch nicht da. Schäfer ließ am Nachmittag offen, ob ein neuer dort platziert wird oder nicht. Man wolle beratschlagen, was am sinnvollsten sei. Was auch immer dort geschehen werde, es müsse mit der Straßenverkehrsregelung vereinbar sein.

Was die Geschwindigkeit im Heinrich-Lübke-Ring angeht, so fragte sich Schäfer, wie man dort angesichts der Enge der Straße überhaupt schnell fahren könne. Und bezüglich des Verkehrsaufkommens? Es handele sich um reinen Anliegerverkehr. Schäfer sagte aber auch: »Ich nehme die Beschwerde ernst, und wir gehen dem auch nach.« Die Stadt werde bei passender Gelegenheit, wenn die Messgeräte zur Verfügung stehen, das Tempo der Fahrzeuge messen, versprach der Bürgermeister.

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Artikel vom 17.08.2012 - 10.00 Uhr
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Leserkommentare
(27.08.2012 22:30)
Heiko.Nitzschke
Mein Kommentar dazu
Als Anwohner kann ich definitiv bestätigen, dass hier zu schnell (nicht von allen) "durchgerauscht" wird. Die Anzeige der Geschwindigkeitsmessung veranlasst viele abzubremsen, um danach wieder schneller zu fahren. Das Problem dabei ist, dass der Zähler somit zu wenige Geschwindigkeitsübertretungen zählt und die Stadt hier dann auch keinen dringenden Handlungsbedarf sieht. Wahrscheinlich sollte man als Anwohner den Zähler "hochtreiben", damit Handlungsbedarf entsteht.
Leider interessiert nicht alle Fahrzeugführer der § 3 oder der § 1 der Straßenverkehrsordnung.
Hinsichtlich der Sichtbarkeit der Kübel sei angemerkt, dass insbesondere beim Parken (allein dieses Jahr haben 9 Fahrzeuge den abtransportierten Kübel gerammt) diese oft übersehen werden. Im Jahr der Aufstellung wurden noch (wenn auch nur spärlich) einjährige Pflanzen gesetzt. Die Stadt Pohlheim hat im Jahr 2012 wohl eingespart und keine Pflanzung vorgenommen, so dass die unbepflanzten Kübel leider auch als Mülleimer genutzt werden. Wir sind es langsam leid, ewig bei der Stadtverwaltung anzurufen. Vielleicht ist das ja auch das Ziel der Stadt - aussitzen.
(22.08.2012 18:21)
Leser121
Grundproblem
Lieber Herr Bürgermeister, man kann dort zu schnell fahren, das wird tagtäglich bewiesen (auch von vielen Lieferwagen wie Paketdiensten, Handwerkern). Es ist auch nicht nur ein Anwohner, der das moniert, wir waren vor einiger Zeit bei dem Bürgermeister mit 5 Anwohnern in Vertretung weiterer. Anliegerverkehr (zur Info, diese Strasse ist keine Anliegerstrasse!): Da ein paar andere Strassen nachträglich als Durchgangsstrassen „zugemacht“ wurden, fahren schon recht viele Personen durch diesen Teil. Also auch viele Anwohner (und deren Besucher, Handwerker, Gartenbauer etc.) des gesamten Baugebietes, plus Besucher des Segelflugplatzes, die diese Anfahrtsrichtung (wenn auch eigentlich verboten) benutzen. Ein grosses Problem liegt auch darin, dass viele sich gar nicht bewusst sind, dass sie zu schnell fahren. An beiden Enden der Strasse sind deutlich Tempo 30 Schilder zusehen, die natürlich für die angrenzenden Strassen gelten, aber eben doch verwirren. Auch unsere Bitte einfach ein Schild „Schrittgeschwindigkeit“ aufzustellen wurde abgelehnt, da eine doppelte Beschilderung (die Strasse ist als „Spielstrasse“ ausgewiesen) verboten ist. Nur wenn man mal jemanden auf die Situation hinweist bekommt man oft als Antwort „sorry, das war mir nicht bewusst“, und das auch durchaus glaubhaft. Inzwischen steht übrigens eine Anzeige da, die die Geschwindigkeit der Fahrzeuge anzeigt. Seitdem ist das ganze deutlich besser geworden, nur leider zeitlich begrenzt, mal sehen was danach passiert.
(17.08.2012 20:28)
Harry
hmm
Die Stadt Pohlheim sollte sich schämen eine Straße nach diesem KZ-Aufseher zu benennen! Und das Hakenkreuz in Pohlheim-Garbenteich, gut sichtbar am Rewe, ist trotz Anrufe bei der Poilzei und der Stadtverwaltung immer noch nicht entfernt.
(17.08.2012 16:13)
Leser
Sichtbarkeit der Kübel
Wenn ich hier lese, dass Kübel zu niedrig wären, um wirklich wahrgenommen zu werden, frage ich mich, wie man dann ein Kind wahrnehmen will, welches dort in der Spielstraße spielt.
Nebenbei: Nicht nur in Spielstraßen, sondern auch auf Landstraßen gilt § 3 der Straßenverkehrsordnung: Ein Verkehrsteilnehmer darf demnach nur so schnell fahren, "daß er innerhalb der übersehbaren Strecke halten kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, daß dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muß er jedoch so langsam fahren, daß er mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke halten kann."
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