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In Pohlheim Gefahr durch Internet erläutert

Artikel vom 25.05.2010 - 20.48 Uhr

In Pohlheim Gefahr durch Internet erläutert

Pohlheim (pm). Unsere Welt ist ohne Medien und Kommunikationssysteme nicht mehr vorstellbar. Insbesondere jüngere Menschen nutzen die Vorzüge des World Wide Web und der uneingeschränkten Erreichbarkeit.
A. Submann.
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A. Submann.
Auch eine moderne Bildungs- und Erziehungsarbeit bezieht die Möglichkeiten des Internets selbstverständlich ein, da es kaum noch Berufe gibt, die ohne diese Systeme auskommen. Dass von dieser Welt der unbegrenzten Möglichkeiten auch ein erhebliches Gefahrenpotenzial ausgeht, machte Antje Submann, Kriminaloberkommissarin und Jugendkoordinatorin am Polizeipräsidium Mittelhessen, jüngst in einem Vortrag vor Eltern, Lehrkräften und Schülern in der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) deutlich. Im Rahmen des »Gesprächsforums ARS -Schule im Dialog«, einer Initiative des Elternbeirats der Pohlheimer Gesamtschule, verdeutlichte die Referentin kompetent und anschaulich die »andere Seite« der ständigen Begleiter im Hosentaschenformat. Zu diesen Negativseiten gehörten auch Gewalt verherrlichende Auswüchse wie »Happy Slapping« (laut Wikipedia Körperverletzungen auf Personen. Das Geschehen wird - oft ohne Erlaubnis der Opfer - gefilmt und die Aufnahmen ins Internet gestellt).

Und da gibt es auch noch die tückischen Kostenfallen

Zu warnen sei aber auch vor tückische Kostenfallen. Immer jünger würden die Nutzer und immer höher werde der Stellenwert der Medien, die mittlerweile einen zentralen Bestandteil der Jugendkultur darstellten. Als Zeichen der Gruppenzugehörigkeit sei beispielsweise das Handy ein Instrument sozialer Vernetzung und organisiere überdies Familie und Freundeskreis. Wie leicht Inhalte zu manipulieren, zu Mobbing und mit betrügerischen Absichten zu missbrauchen seien, machte die Referentin an einigen Beispielen eindrucksvoll deutlich.

Von Ritzer-, Magersucht- und Suizid-Foren bis hin zu Cybermobbing, jugendgefährdenden Inhalten und kriminellen Verletzung von Urheber- und Persönlichkeitsrechten (z.B. Verbreitung privater bzw. intimer Aufnahmen ohne Zustimmung der ahnungslosen Opfer) reichte die Palette. »Und was einmal im Netz ist, bleibt im Netz«, so die Kriminalkommissarin.

Erschütternd sei denn auch die Bereitschaft der Jugendlichen, persönliche Daten preis zu geben und unbekannten Personen anzuvertrauen. Da nütze es auch nichts, wenn über 90 Prozent der Erziehungsberechtigten der Meinung sind, die Medienerziehung sei selbstverständlich Sache der Eltern. Schließlich habe eine Studie ergeben, dass nur ein sehr geringer Prozentsatz der Sorgeberechtigen Einblick in das hätten, was in Kinder- und Jugendzimmer so0 täglich einströme.

»Es ist unsinnig ,die neuen Medien wegen ihres Gefahrenpotenzials zu verdammen. Aber halten Sie die Augen offen und machen Sie sich kundig«, so die Mahnung der Referentin. Und an die Schüler gerichtet warnte sie vor dem allzu naivem und leichtfertigem Chatten in den bekannten Schüler- und Jugendforen. In der nachfolgenden Diskussion war man sich darüber einig, dass Eltern die Pflicht hätten, in Bezug auf die Medienwelt »am Ball zu bleiben«. Gleichzeitig sollten aber Schule und Elternhaus auch Alternativen zur irrealen Welt der Computerspiele aufzeigen und das persönliche Gespräch dem Chat entgegenstellen. (Foto: pm)

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Artikel vom 25.05.2010 - 20.48 Uhr
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