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Holocaust-Gedenktag: Schicksal der Familie Katz

Artikel vom 28.01.2012 - 09.00 Uhr

Holocaust-Gedenktag: Schicksal der Familie Katz

Pohlheim (gbp). Stolpersteine gegen das Vergessen: Mehr als 30 Watzenborn-Steinberger und auswärtige Gäste machten sich aus Anlass des Holocaust-Gedenktages am Freitag in Watzenborn-Steinberg auf den Weg zu den 20 Erinnerungsplaketten

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»Stolperstein«-Rundgang am Freitag in Watzenborn-Steinberg. (Foto: gbp)
Diese waren am 21. Oktober 2009 an fünf Stellen des Ortes verlegt worden waren – vor den letzten frei gewählten Wohnstätten von Menschen, die die Nationalsozialisten ermordet, deportiert oder in den Freitod getrieben hatten. In diesem Jahr richtete sich das Augenmerk der Veranstaltungsteilnehmer auf das Schicksal von Isidor und Hilde Helene Katz. Die Eheleute hatten mit ihren Angehörigen am ehemaligen Adolf-Hitler-Platz 3 gewohnt, der längst Kreuzplatz heißt. Sie waren im Oktober 1942 in Treblinka ermordet worden.

Die von dem Künstler Gunter Demnig geschaffenen »Stolpersteine«, die eine beschriftete, ins Gehwegpflaster eingelassene Messingplatte mit Namensgravur tragen, konnten in Watzenborn-Steinberg angebracht werden dank der Hilfe von Steinpaten. Die bezahlten jeweils 95 Euro, kümmerten sich zudem darum, das Schicksal der darauf Verzeichneten zu erforschen und die Erinnerung an sie lebendig zu erhalten. Die Kenntnisse über die jüdischen Familien und die Initiative zu den Stolpersteinen in Pohlheim stützen sich auf Arbeit des 2009 verstorbenen Pfarrers Frank Pötter aus Garbenteich.

 

Begegnung beim Dorfjubiläum

 

Das Schicksal der Familie Katz war vom Stolpersteine-Initiative-Vorsitzenden Tim van Slobbe, Simone van Slobbe und von Ingrid Georg recherchiert worden. »Ich habe die Steinpatenschaft für Manfred Katz übernommen, weil ich ihn noch persönlich kennenlernen durfte«, erzählte Ingrind Georg. Dies sei 1991 gewesen, als Watzenborn-Steinberg aus Anlass seiner 850-Jahr-Feier alle noch lebenden jüdischen Einwohner früherer Jahre eingeladen hatte.

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Manfred und Werner Katz in jungen Jahren.
Später habe sie mit Manfred Katz Kontakt aufgenommen. Aus vielen Telefonaten entwickelte sich eine Freundschaft, die bis zu Katz Tod im August 2007 andauerte.

»Mein Eindruck war, dass Manfred immer großes Heimweh hatte und die Vergangenheit bei ihm stets gegenwärtig war.« Die Katz-Söhne Ferdinand Manfred und Siegbert Werner waren Anfang 1939 nach Holland geflohen, hatten von dort in die USA ausreisen können.



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Artikel vom 28.01.2012 - 09.00 Uhr
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Wie Werner Katz die Schrecken der Nazizeit erlebte
Leserkommentare
(28.01.2012 12:53)
erichdritsch@web.de
BETROFFENHEIT
Ich bin immer zutiefst betroffen,wenn ich erfahre was unsere jüdischen Mitbürger durch das Naziregime erlitten haben.Meine Mutter hat mir von ihren
jüdischen Nachbarn erzählt.Mein Großvater galt als Judenfreund,er hat u.a.der
Familie Nunenthal aus der Bahnhofstr.in Watzenborn geholfen und sie unter-
stützt-darüber bin ich froh.Das es die Stolpersteine gibt finde ich gut.
Erich Dritsch
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